Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

28.01.2015, 15.00 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Steinbecker Bahnhof: Mahnmal geschändet

Artikelfoto

Das Mahnmal am Bahnhof Steinbeck in der Elberfelder Südstadt erinnert an die Deportation jüdischer Wuppertaler durch die Nazis. -Foto: Jan Niko Kirschbaum/Denkmal-Wuppertal.de

Im Rahmen des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus fand am gestrigen Dienstag, 27. Januar 2015, auch eine Gedenk-Veranstaltung am Bahnhof Steinbeck statt. Wie Dr. Ulrike Schrader von der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal mitteilt, entdeckten die Teilnehmer dabei, dass das Mahnmal auf dem Bahnsteig 3/4 des Bahnhofes geschändet worden war.

Die anlässlich des 50. Jahrestages der Reichspogromnacht 1988 von der Bahn AG und der Stadt errichtete Gedenkstätte erinnert an die Deportation von Wuppertaler Juden vom Bahnhof Steinbeck aus. In den Jahren 1941 und 1942 wurden über tausend jüdische Wuppertaler von hier aus von den Nazis in Todeslager transportiert.

Der etwa zwei Meter hohe Obelisk wurde von unbekannten Tätern mit grüner Farbe großflächig beschmiert. Zudem wurde das Mahnmal mit SS-Runen versehen. Die Anwesenden, darunter nach Mitteilung der Begegnungsstätte auch eine Holocaust-Überlebende, zeigten sich bestürzt über die Schändung. Es wurde Anzeige erstattet, der Staatsschutz ermittelt.

Foto-Quelle: www.denkmal-wuppertal.de