Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

02.02.2015, 14.18 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Sparkasse Cronenberg: „Urgestein“ ging in den Ruhestand

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Am Dienstag, 27. Januar 2015, klirrten in der Sparkassen-Filiale an der Rathausstraße die Sektgläser. Grund dafür waren nicht gute Aktienkurse oder Bilanzen, vielmehr wurde mit Petra Hein (Foto 4.v.r.) ein wahres Urgestein der Sparkasse Cronenberg in den Ruhestand verabschiedet – da schaute sogar der ehemalige Dörper Filialdirektor Manfred Brautmeier (mi. hi.) vorbei.

Seit dem frühen Vormittag gaben sich die Kunden sprichwörtlich die Klinke in die Hand, um der Nevigeserin einen gebührenden Abschied zu bereiten. Die jetzt 62-Jährige war seit mehr als 47 Jahren bei der Sparkasse tätig, davon knapp 45 Jahre in Cronenberg. Als sie ins „Dorf“ versetzt wurde, so berichtet Petra Hein heute mit einem Schmunzeln, sei es für sie jedoch zunächst unvorstellbar gewesen, länger als drei Monate zu bleiben. Das änderte sich gewaltig: Schnell gewann sie die „bollrigen“ Cronenberger lieb und umgekehrt – an ihrem letzten Arbeitstag zeigte sich die Bankkauffrau vollends glücklich damit, dass sie 45 Jahre in Cronenberg tätig sein durfte.

Dabei erlebte Petra Hein gewaltige Veränderungen: Zu Beginn ihrer Karriere befand sich die Sparkasse noch an der Hauptstraße, im heutigen Gebäude von Foto-Media Hensel. Computer und Geldautomaten waren Zukunftsmusik, selbst ein eigenes Telefon war für manchen Mitarbeiter nicht vorhanden. Ihren jahrzehntelangen Arbeitsplatz räumte Petra Hein mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Ihre Cronenberger Kunden und Kollegen wird sie vermissen, dafür freut sie sich auf mehr Zeit für ihre Enkel und Hobbys…

Janina Tüsselmann/Stina Libutzki