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27.03.2015, 12.00 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

QBs Musik-Café: Poetisches & Kritisches beim „Poetry Jam“

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Mal keine Musik im Musik-Café: Christoph Kuberka hatte die Poetry Jamer Hendrik Schilling, Andreas Hahn, Gero Feldhaus und Ralph Michael Beyer (v.l.n.r.) zu Gast.

Musikalisches suchte man kürzlich in „QBs Musik-Café“ vergebens, vielmehr stand bei Christoph Kuberka „Poetisches beim Poetry-Jam“ auf dem Programm. Hierzu hatte der Gastgeber die vier Poetry-Slammer Hendrik Schilling, Andreas Hahn, Gero Feldhaus und Ralph Michael Beyer in die Cronenfelder Straße 8 eingeladen.

Poetry Slams hatten 1986 ihren Ursprung in Chicago und verbreiteten sich von hier aus in den 1990er Jahren weltweit. Ein Poetry Slam ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden. Die Zuhörer küren indes beim Poetry Jam – im Gegensatz zum Poetry Slam – anschließend keinen Sieger – so also auch bei „QB“. Ausschlaggebend ist aber, dass der Textvortrag durch darstellende Elemente und die bewusste Selbstinszenierung des Vortragenden ergänzt wird.

Die deutschsprachige Poetry-Szene gilt nach der englischsprachigen als die zweitgrößte der Welt. Das zeigten auch die „QB’s Musik-Café“-Gäste in jeweils zwei Beiträgen von rund zehn Minuten sehr deutlich: Hendrik Schilling redete mit „Revolution“ politisch Tacheles, konnte aber auch poetisch, Andreas Hahn sprach über einen Stalker und den Mann ohne Eigenschaften. Gero Feldhaus hingegen unterhielt mit Gesellschaftspolitischem sowie mit einem Beitrag über die Medien, und Ralph Michael Beyer schließlich hatte eine Geschichte aus dem Leben zu „QB“ nach Cronenfeld mitgebracht.