Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

03.06.2015, 16.04 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Feste gefeiert“ am langen Pfingst-Wochenende

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Beim Straßenbahnfest der Bergischen Museumsbahnen konnten Klein und Groß mit den historischen Bahnen nicht nur durchs Kaltenbachtal „bimmeln“, sondern auch selbst Fahrer spielen… -Foto: Andreas Schmidt

Mit einem bunten Fest-Programm wurde den Daheimgebliebenen das lange Pfingst-Wochenende versüßt: Ob am Manuelskotten, bei den Bergischen Museumsbahnen (BMB) oder auch der Bergischen Schützengilde – es war auch in diesem Jahr wieder viel los in Cronenberg.

Auf dem Betriebshof der Museumsbahner kamen Technik- und Modellbau-Fans voll auf ihre Kosten. Beim Straßenbahnfest durften sie auch einen Blick in die Werkstatt werfen – hier werden die historischen Bahnen in teils jahrelanger, ehrenamtlicher Arbeit aus ihrem Dornröschenschlaf befreit und wieder fit gemacht. Schnell wurde den Betrachtern dabei klar, dass hier vieles nicht nur in der Freizeit, sondern auch in liebevoller Handarbeit entsteht.

Die Ersatzteile für die gut hundert Jahre alten Bahnen sind rar und müssen oft nachgefertigt werden, bevor die Bahnen wieder in neuem Glanz erstrahlen können. Neben dem Blick hinter die Kulissen der Vereinsarbeit und einem Plausch an den Ständen im Hof war die Fahrt durch das romantische Kaltenbachtal mit einem der insgesamt fünf historischen Bahnen sicherlich ein Höhepunkt des 23. Bergischen Straßenbahnfestes.

Mit der Tram zum Mühlenfest am Manuelskotten

Wer einmal mit der Bahn unterwegs war, auf den warteten nicht nur der Biergarten des NaturFreunde-Hauses oder eine Wanderung durch das Kaltenbachtal: Auch der Manuelskotten hatte seine Pforten geöffnet und anlässlich des deutschlandweiten Mühlentages am Pfingstmontag alle Aktivitäten auf die kleinsten Gäste ausgerichtet, die nicht nur einen Blick in das Innere des Kottens werfen konnten, sondern auch eingeladen waren, unter fachlicher Aufsicht ein kleines Mühlenrad zu bauen. Martina Wortmann vom TiC las Märchen, ein Schmied ließ sich über die Schulter blicken und im Hof duftete es lecker nach Bergischen Waffeln.

Oldtimer-Pfingsttreffen in der Kohlfurth

Auch heuer standen am Pfingstsonntag bei der Bergischen Schützengilde e.V. in der Kohlfurth wieder die Oldtimer-Freunde im Mittelpunkt. Echter Diesel- und Benzingeruch lag in der Luft und üppiger Chrom blitzte an alten Autos in der Sonne, als historische Pkw, Trecker und Motorräder vorfuhren, um sich von gespannten Besuchern bestaunen zu lassen.

Da gab es US-Straßenkreuzer genauso wie eine englische Nobelkarosse aus den1920er Jahren, deutsche Sportwagentechnik der Vorkriegszeit von BMW, seltene Sonderfahrzeuge und viele „Schätzchen“ der 1960er und 70er Jahre. Die „Traktor-Abteilung“ glich einem Museum und sogar Militär-Motorräder mit Beiwagen hatten die Kohlfurth angesteuert. Und zwar nicht nur aus dem „Dorp“, auch aus dem gesamten Bergischen und sogar aus Bergheim und Essen kamen die Besitzer mit ihren „Histörchen“ zur Schützengilde – um die 250 Fahrzeuge machten an diesem Pfingsttag Station in der Kohlfurth.

Aber die Oldtimer-Fans genossen nicht nur den sonntäglichen „Frühschoppen“ am Getränkestand. Es wurde auch gefachsimpelt und viele Fahrer standen gerne als Fotomotiv zur Verfügung. Gewohnt routiniert hatte das Team der Schützengilde wieder für verschiedene Gaumenfreuden und Getränke gesorgt. Im Hintergrund gab es zudem passende Musik der 1960er und 70er Jahre. So gab es den ganzen Tag bei immer wieder wechselnden Fahrzeugen etwas zu Bestaunen, denn mancher Motorfreund kam nur für eine Stippvisite nach Cronenberg, um dann sein Schätzchen wieder auf die Straße zu lenken und den Tag zu genießen.

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