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19.06.2015, 10.29 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

SSV Sudberg: Dörper Bezirksligist rettet sich am Grünen Tisch

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Können nun die Planungen für die nächste Bezirksliga-Saison beginnen: Co-Trainer Oli Jehmlich (li.), Chef-Trainer Michelle Velardi und Betreuer Daniel Dittrich (re.) mit Ex-Trainer Ralf Derkum (2.v.r.). -Foto: Odette Karbach

Nachdem es sportlich nicht geklappt hat, war der SSV o7 Sudberg zumindest im „Endspiel“ am Grünen Tisch erfolgreich: Die Bezirksspruchkammer des Fußballverbandes Niederrhein gab dem Einspruch der Sudberger am gestrigen Donnerstag, 18. Juni 2015, statt und erkannte ihnen nachträglich die drei Punkte aus der mit 2:8 gegen den ASV Mettmann verlorenen Partie zu.

Mit der Entscheidung zog der Dörper Bezirksligist in der Tabelle nun wieder am SV Frisch Auf Jägerhaus-Linde vorbei: Als Tabellenelfter retteten die Sudberger die Klasse, während das zunächst gerettete Linde wieder auf den Abstiegsplatz 12 abrutschte. Hintergrund des erfolgreichen Einspruchs der Schwarz-Blauen: Bei seinem 2:8-Sieg am vorletzten Spieltag hatte Mettmann einen Spieler eingesetzt, der am Spieltag zuvor Gelb-Rot kassiert hatte.

Während der ASV glaubte, dass die Sperre mit einem zwischenzeitlichen GA-Pokalspiel abgesessen worden sei, argumentierte Sudberg, dass es sich dabei um kein Pflichtspiel gehandelt habe – dem gab die Bezirksspruchkammer Recht. „Wir haben damit gerechnet“, freut sich Michael Wieden über den Klassenerhalt am Grünen Tisch: „Was mir Leid tut, ist Linde“, blickt der Vorsitzende des SSV Sudberg zu den Südhöhen-Nachbarn „op Linde“, bei denen natürlich alles andere als Freude über die Entscheidung herrscht.

„Wer hätte das aber nicht gemacht und den letzten Strohhalm genutzt“, wirbt Wieden zugleich um Verständnis für den Schritt des SSV. Um die Wogen zu glätten, plädiert der SSV-Chef dafür, dem SV einen zusätzlichen Platz in der kommenden Bezirksliga einzuräumen: „So wäre das vielleicht angebracht“, findet Michael Wieden: „Das wäre fair.“

Nachdem die Saison nun abgehakt werden kann, können die Sudberger ihre Planungen für die kommende Bezirksliga-Spielzeit forcieren: Torjäger Petrit Spahija und Alit Osmani stehen als Abgänge bereits fest, zudem sei man noch mit zwei Spielern in Verhandlungen. Ansonsten, so Michael Wieden abschließend, werde der SSV-Kader zusammen bleiben.