Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

23.06.2015, 12.03 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Was sollen wir noch machen?”: Wieder Einbruch in Dörper Kiosk

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Auf dem CW-Archivfoto, das Anfang August 2014 aufgenommen wurde, ist Susanne Weber nach dem letzten Einbruchsversuch in ihr Geschäft zu sehen. Um die Alarmanlage auszuschalten, kappten der oder die Täter damals die Leitungen an der Rückseite des Kioskes in der Ortsmitte.

„Was sollen wir denn noch machen“, fragt sich Susanne Weber, nachdem am Wochenende in ihren Kiosk „Lotto Weber“ im Cronenhof eingebrochen wurde – zum nunmehr fünften Mal in drei Jahren. Nach den Einbrüchen zuvor hatten Frank und Susanne Weber alle Fenster und Türen ihres Geschäftes zwischen Kemmannstraße und Hauptstraße für rund 10.000 Euro mit schweren Gittern gesichert – eine Auflage ihres Versicherers.

Wie sich in der Nacht von Freitag auf Samstag, 20. Juni 2015, zeigte, nutzte auch das nichts: Nach Ladenschluss um 18.15 Uhr drangen Unbekannte in den Kiosk ein und entwendeten Tabakwaren sowie Wechselgeld im Gesamtwert von rund 15.000 Euro. Um 7.20 Uhr am Samstagmorgen wurde der neuerliche Einbruch entdeckt.

Dass in der Nachbarschaft davon offenbar niemand etwas mitbekam und die Polizei alarmierte, kann Susanne Weber nicht verstehen: Schließlich wurde das Gitter des rückseitig gelegenen Toilettenfensters doch durchgeflext, was einiges an Lärm verursacht haben dürfte – „dass das keiner gehört hat, ist ein starkes Stück“, wundert sich Susanne Weber: „Cronenberg ist ein Trauerspiel.“

Wie es nun weitergeht, auf welche Weise sie sich denn noch vor Einbrechern schützen könnten oder auch wie ihr Versicherer auf den jüngsten Einbruch reagiert, das wissen Susanne und Frank Weber noch nicht. Die Frustration allerdings ist bei dem Dörper Ehepaar sehr groß: „Wir sind es langsam leid.“

Susanne und Frank Weber hoffen aber darauf, dass sich doch noch Zeugen des Einbruches melden – diese sind dringend gebeten, sich unter Telefon 0202 / 247 13 90 (Cronenberg) oder 0202 / 284-0 (Präsidium) mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.