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03.07.2015, 09.17 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Posaunenchor machte Cronenberg zum musikalischen „Tatort“

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Begeisterten mit ihrem musikalischen Gespür einmal mehr in der Reformierten Kirche: Holger Havemann und sein Posaunenchor.

Beim sommerlichen Konzert 2015 unter der Überschrift „Tatort Cronenberg“ hefteten sich die vielen Zuhörer in der Reformierten Kirche keinem Täter an die Fersen. Vielmehr suchten die Besucher tolle Unterhaltung mit dem Posaunenchor Cronenberg unter der bewährten Leitung von Holger Havemann.

„Wir haben viel geübt – es wird abwechslungsreich, spannend, traurig und wunderschön“, verriet 1. Vorsitzender Volker Korbeck und behielt recht. Der musikalische „Tatort“ begann mit „Pilatus: Mountain of Dragons“. Das Stück mutete an wie die Krimimusik zu einem dunklen Berg-Drama in der Schweiz, wo der Berg Pilatus bei Zürich gelegen ist.

Es folgten die Gastmusikerrinnen, die 14-jährige Ann-Kathrin Kerksiek (Flöte) und die 12-jährige Michelle Tran (Klavier). Die jungen Gewinnerinnen von „Jugend musiziert“ überraschten mit klassischer, feierlicher Musik. Mit ihrem perfekt und exakt vorgetragenen Spiel eroberten sie die Herzen der Zuhörer und ernteten tosenden Applaus.

Der Festmarsch von Johann Strauss des Posaunenchores geriet erwartet „zackig“, danach folgte, worauf alle im Rund der reformierten Kirche wohl warteten: Die „Tatort“ Titelmusik, welche seit 40 Jahren in mehreren hundert Folgen fast jeden Sonntag durch die Wohnzimmer der Nation klingt. Klaus Doldinger komponierte sie und Cronenberg bekam eine eigene Version mit dem Posaunenchor.

Nach „La Belle Helene“ von Jacques Offenbach berichtete Pastor Thomas Hoppe von seinem persönlichen „Tatort“ beim Besuch in Rom. Der Straßenverkehr sei dort so stark wie das tosende Meer – Überquerung zur anderen Seite fast unmöglich. Die Metapher zu Petrus, der das Meer teilte, war nachvollziehbar. Aber die Römer überqueren ihre Straßen doch eher nach dem Prinzip: „Nicht umdrehen, Frau Loth!“. Die Frage: „Wie kommen wir unbeschadet durch das Leben?“, beantwortete Pastor Hoppe: „Schutzengel sind für uns sowas wie Schülerlotsen!“.

Zum Progammpunkt „Lobet den Herren“ stimmten nun alle Zuhörer mit ein – das passte! Mit „Hollywood Milestones“ von John Higgins beendete der Posaunenchor seinen Einsatz bei diesem „Tatort“-Konzert. Nicht nur Fall gelöst, sondern auch gut unterhalten und ein buntes Programm gekonnt umgesetzt, darf dem Orchester von Holger Havemann bescheinigt werden – eben wie ein guter „Tatort“ am Sonntagabend!

Viel Applaus als Dankeschön der Zuhörer war der verdiente Lohn für das Sommerkonzert des Posaunenchores.