Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

04.07.2015, 21.07 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Hitze-Hoch Annelie sorgt auch für Ozon-Hoch

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Hitze-Hoch Annelie bescherte am heutigen 4. Juli 2015 nicht nur mit über 34 Grad den bisher heißeste Tag des Jahres, die Backofen-Temperaturen ließen auch die Ozon-Werte in die Höhe schnellen. Die so genannte „Informationsschwelle“ wurde an der Wuppertaler Mess-Station in Langenfeld  bereits am Mittag überschritten.

Um 13 Uhr erreichte die Konzentration mit 213 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3) den bisherigen Höchtstand heute. Nachdem die Konzentration mit aufziehenden Wolken am Nachmittag wieder bis 185 Mikrogramm sank (16 Uhr), stieg sie dann wieder an: Um 19 Uhr lag der „Sommer-Smog“ wieder bei 207 Mikrogramm.

Ab einem Ozon-Wert von 180 Mikrogramm sollten Risikogruppen ihren Aufenthalt im Freien einschränken. Empfindlich auf hohe Ozon-Belastungen reagieren Kleinkinder, ältere und kranke Menschen. Bei ihnen kann „Sommer-Smog“ zu Hustenreiz, Augenbrennen, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie zu einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion führen.

Bereits ab einer Konzentration über 120 Mikrogramm kann es durch das Reiz- oder Schadgas Ozon bei empfindlichen Menschen schon zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Dieser Wert wurde am heutigen Hitze-Samstag bereits um 9 Uhr morgens an der Wuppertaler Messstelle „geknackt“.

Die Alarm-Schwelle von 240 Mikrogramm, bei der jedermann dazu aufgerufen wird, den Aufenthalt im Freien einzuschränken, das Auto stehen bleiben und Risikogruppen daheim bleiben sollten, wurde nicht erreicht. Auch nicht der Spitzenwert vom gestrigen Freitag: Da lag die Konzentration um 17 Uhr bei 219 Mikrogramm.

Übrigens: Wer Symptome verspürt, kann sich schon Linderung verschaffen, indem er sich im Haus aufhält. Die Ozon-Konzentrationen sind in Innenräumen nur etwa halb so hoch wie außerhalb.