Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

20.07.2015, 14.47 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Gas-Leck: Sudberg am Sonntag (fast) abgeschnitten

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Ob zu Fuß oder per Auto – wer am gestrigen Sonntag aus Sudberg raus oder in den Ortsteil rein wollte, konnte nicht über die Oberheidter Straße fahren, sondern musste einen Umweg in Kauf nehmen.

Zu einem spektakulären Gas-Einsatz von Feuerwehr und Wuppertaler Stadtwerken kam es am gestrigen Sonntag, 19. Juli 2015, auf der Oberheidter Straße (die CW berichtete kurz). Nachdem ein Anwohner gegen 10.30 Uhr zwischen der Hausnummer 80 und der Haltestelle Oberheidt Gasgeruch wahrgenommen hatte, verständigte er die Feuerwehr. Die Polizei sperrte die Straße in dem Bereich darauf hin komplett ab, die Hauptverbindung von und nach Sudberg war damit zu.

Die Einsatzkräfte, die unter anderem mit sieben Feuerwehrfahrzeugen und drei Rettungswagen angerückt waren, mussten dann zunächst auf Fachleute der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) warten, welche gegen 11.45 Uhr vor Ort waren. Schließlich wurde im Bereich der Einmündung Jöferweg ein massives Leck an einer Gasleitung aus den 1960er Jahren gefunden. Eine Tiefbaufirma begann dann zwei Löcher zu der Gasleitung zu buddeln – insgesamt rund 50 Kubikmeter Erdreich wurden dazu ausgehoben. Auch eine zweite Gasleitung wurde dabei vorsichtshalber neu abgesichert.

Während die Feuerwehr nach und nach ihre Einsatzfahrzeuge abzog, hielt die Polizei die Komplett-Sperrung der Oberheidter Straße aufrecht, auch die Busverbindung von und nach Sudberg blieb damit gekappt. Die Autofahrer mussten somit über den gesamten Tag auf der Oberheidter Straße umkehren, um dann über die Kohlfurth, die L74, die Morsbachtalstraße und schließlich über einen „Schleichweg“ von und nach Sudberg zu kommen. „Während der Arbeiten zeigten die meisten Anwohner und Besucher viel Verständnis für die Sperrung, die auch als Vorsichtsmaßnahme galt“, lobte ein Mitarbeiter der Tiefbaufirma.

Ab circa 20 Uhr zog die Polizei schließlich wieder ab und der Autoverkehr konnte einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden. Die Reparaturarbeiten gingen indes noch bis in die späteren Abendstunden weiter. Die Stelle, an der das Leck gefunden wurde, bleibt zunächst nur einspurig passierbar.