Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

22.07.2015, 13.28 Uhr   |   Oliver Grundhoff   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Lotto Weber: Weniger ist mehr nach sechs Einbrüchen…

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Hofft auf die Treue ihrer Kundschaft: Susanne Weber, hier im CW-Bild mit Mitarbeiterin Karin Dietrich.

Sechs Einbrüche in neun Jahren – wenn Susanne und Frank Weber sich das vor Augen halten, kommt ihnen die Galle hoch. Obwohl die Inhaber von Lotto Weber die Sicherheitsvorkehrungen nach jedem Einbruch verschärften, blieb ihr Kiosk im Cronenhof (Kemmannstraße 15) ein beliebtes Ziel für Einbrecher. Etwas abseits der Wohnbebauung, zum Teil uneinsehbar und mit guten Fluchtmöglichkeiten nach allen Seiten – das lockte immer wieder nächtliche Langfinger an.

Wie die CW berichtete, wurden erst Mitte Juni bei einem besonders dreisten Einbruch wieder Tabakwaren im Wert von 14.000 Euro entwendet. Dabei flexten die Täter ein Gitter im hinteren Bereich weg und schlugen anschließend ein Fenster ein. Zwar sind die Webers gegen Einbruch versichert, blieben dennoch auf einem Eigenanteil in Höhe von 10.000 Euro sitzen.

Die positive Nachricht vorweg: Susanne und Frank Weber lassen sich auch von dem neuerlichen Fall nicht unterkriegen: Sie machen weiter, sodass die Versorgung mit Tabakwaren, Lottodiensten, Zeitschriften, und Zeitungen sowie DPD-Dienst und Verkauf von WSW-Tickets gesichert bleibt. „Allerdings bitten wir um Verständnis dafür, dass wir zukünftig nicht mehr so viele Zigarettenmarken führen werden“, erklärt Susanne Weber.

Von bisher über 93 verschiedenen Zigarettenmarken, welche die Kunden regelmäßig nachfragten, ist nun vorgesehen, das Angebot auf zukünftig knapp 45 Marken zu begrenzen. Obwohl das hintere Kisok-Fenster mittlerweile zugemauert ist, bleibt zudem keine Alternative, als jeden Abend sämtliche Zigaretten auszuräumen.