Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

31.08.2015, 14.22 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„In-der-Klemme-Masche“: Vorsicht, Trickbetrüger sind unterwegs!

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Nicht nur Trickdiebinnen waren Mitte August im CW-Land unterwegs (die CW berichtete), auch Trickbetrüger waren aktiv: Drei Fälle wurden der Polizei Cronenberg bekannt. Zunächst klingelte am 16. August 2015 ein Unbekannter gegen 14 Uhr an der Tür einer 93-Jährigen in der Korzerter Straße.

Der junge Mann gab an, in einem Haus nebenan eingezogen zu sein. Da er ein neues Schloss eingebaut habe und dieses nun nicht mehr öffnen könne, benötige er Geld für den Schlüsseldienst. Die gutgläubige Seniorin ging daraufhin nach oben in ihrem Haus und holte einhundert Euro für den vermeintlichen Nachbarn in der Klemme. Zwar ließ sich die 93-Jährige die Handy-Nummer und den Namen des Unbekannten („Frank Siebert“) geben – beides stellte sich jedoch später als falsch heraus. Der Beschreibung nach war der Trickbetrüger etwa 1,70 Meter groß, zwischen 20 und 30 Jahre alt, sprach akzentfreies Deutsch und trug dunkle Kleidung.

Einen besseren „Riecher“ bewies am Abend eine 86-Jährige im Hipkendahl: Gegen 20 Uhr klingelte ein Unbekannter bei ihr und gab sich ebenfalls als neuer Nachbar aus. Die Geschichte diesmal war ähnlich: Er habe sich aus seiner neuen Wohnung ausgeschlossen und benötige nun 35 Euro für den Schlüsseldienst. Die 86-Jährige erwies sich als „clever“: Wenn der Schlüsseldienst die Wohnung geöffnet habe, könne er doch an sein eigenes Geld, erwiderte die Hipkendahlerin und ließ den mutmaßlichen Trickbetrüger abblitzen.

Mehr Erfolg indes hatte ein Trickbetrüger am 19. August an der Solinger Straße: Am Vormittag hielt er einen Pkw-Fahrer an und erklärte, seinen Tank leer gefahren zu haben. Der Trickbetrüger bat um 50 Euro fürs Tanken und bot als Sicherheit eine Visitenkarte und einen Siegelring an. Der Pkw-Fahrer schöpfte keinen Verdacht und gab dem „Gestrandeten“ das erbetene Spritgeld – ebenso wie sich die Visitenkarte als falsch herausstellte, erwies sich auch der goldgelbe Siegelring als wertloses Pfand Marke „Kaugummiautomat“.

Die Polizei Cronenberg warnt davor, Unbekannte ins Haus einzulassen und/oder Geld auszuhändigen. Auch mit mündlichen Angaben oder Visitenkarten sollte man sich nicht zufrieden geben, sondern sich vielmehr den Ausweis zeigen lassen. Hinweise zu den Trickbetrügern oder weiteren Versuchen nimmt die Dörper Polizei unter 0202/2 47 13 90 und das Polizei-Präsidium unter 0202/284-0 entgegen.