Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

29.09.2015, 10.12 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Neues aus der Kleiderhalle: Keine Bekleidung, aber Wörterbücher

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„Stapelst du noch oder sortierst du schon“ – in Anlehnung an einen Werbeslogan von Ikea lässt sich diese Sachspende für die Kleiderhalle von „Willkommen in Cronenberg“ beschreiben: Peter Vorsteher vom Dörper Flüchtlingsbündnis klopfte bei dem schwedischen Möbel-Unternehmen an und Ikea spendete kurzerhand einen Transporter voller Regale für die Kleiderhalle. Klar, dass sich Koordinatorin Sylvia Seifert freute, damit nun ausreichend „Stauraum“ für die vielen Sachspenden zu haben – zumal es, wie aus der Kleiderkammer verlautete, keinerlei „Nervenzusammenbrüche“ beim Zusammenbau der Ikea-Regale gab…

Update (14.30 Uhr):
Offensichtlich hat’s zwischenzeitlich einen „Schwund“ in der Kleiderhalle gegeben: Wie Koordinatorin Sylvia Seifert gerade mitteilt, werden wieder Männerschuhe (Gr. 40-47) sowie kleine Herrenjacken (Gr. 164-176, Gr. S) gebraucht. Auch sind Regenschirme, gut erhaltene und funktionelle Reisetaschen und Koffer willkommen. Benötigt werden zudem Umzugskartons und Abdeckplanen.

Erstbericht:
Die Kleiderhalle von „Willkommen in Cronenberg“ wird weiterhin von einer großen Hilfsbereitschaft getragen. Damit sind nicht nur die vielen ehrenamtlichen Helfer in der Halle gemeint, das gilt auch für die Spendenbereitschaft: Weil die Kleiderhalle in den vergangenen Wochen geradezu überschwemmt wurde, sind die Helfer am Limit angelangt – es können aktuell keine weiteren Bekleidungsgaben mehr angenommen werden.

Zwischenzeitlich konnten alle rund 550 Füchtlinge, die in den Notunterkünften in Küllenhahn und Ronsdorf untergebracht sind, eingekleidet werden. „Wir bedanken uns herzlichst bei allen Spendern“, äußern sich Koordinatorin Sylvia Seifert und ihre Helfer überwältigt: „Mit diesem Ansturm und der Bereitschaft hat wirklich keiner von uns gerechnet!“

Neue Bekleidungsspenden bitte aufbewahren

Derzeit, so Seifert weiter, sei die Halle in der Küllenhahner Straße 56 nicht nur für die Menschen in den Notunterkünften auf den Südhöhen, sondern auch für mögliche weitere „Schübe“ von Flüchtlingen gerüstet. Da aber ungewiss ist, wie sich die Flüchtlingswelle weiter entwickelt, appellieren die Kleiderhalle-Helfer mögliche Bekleidungsspenden aufzubewahren. Falls neuerlich Flüchtlingsgruppen in Cronenberg untergebracht werden müssen, wird „Willkommen in Cronenberg“ weitere Sachspendenaufruf starten – die CW wird dann berichten!

Wörterbücher bitte für folgende Sprachen vorbeibringen

So ganz wunschlos sind die Helfer von „Willkommen in Cronenberg“ aber doch nicht: Wörterbücher sind trotz des Spenden-Stopps weiter willkommen! Besonders gefragt sind Deutsch-Afgahnisch (Pashtu, Farsi), -Arabisch, -Bengali, -Eritreisch, -Kurdisch, -Panjabi, -Russisch, -Albanisch oder auch Deutsch-Urdu-Wörterbücher. Diese können in der Kleiderhalle abgegeben werden.

Geldspenden helfen immer

Die Halle an der Küllenhahner Straße 56 hat montags bis freitags jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Hier liegen auch Listen aus, in die sich Helfer eintragen können. Ein Kontaktformular findet sich auch auf der Internet-Seite von „Willkommen in Cronenberg“.

Geldspenden sind weiterhin auf das Konto der Ev. Kirchengemeinde Küllenhahn, IBAN: DE67 3305 0000 0000 2432 20; BIC WUPSDE33XXX bei der Stadtsparkasse Wuppertal willkommen. Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden. Bitte das Stichwort „Willkommen in Cronenberg“ nicht vergessen!