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13.10.2015, 15.00 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

GCU: Unternehmergemeinschaft feiert 125-jähriges Bestehen

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Peter Capellen (Mitte) wurde auf dem GCU-Festabend 2015 im TiC-Atelier Unterkirchen einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

„Anlässe wie heute sind immer etwas Schönes“, betonte Kurt Mertens. Der IHK-Vizepräsident hatte es sich trotz straffem Terminplan nicht nehmen lassen, zu Beginn des diesjährigen Festabends der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU) am Freitagabend, 2. Oktober 2015, einige Grußworte der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid zu überbringen. Nicht ohne Grund, denn der Dörper Verein feierte sein 125-jähriges Bestehen im TiC-Atelier Unterkirchen.

„125 Jahre GCU bedeutet 125 Jahre Industriegeschichte“, hob Mertens hervor. Bis heute sei Cronenberg schließlich eine „Hochburg der Werkzeugindustrie“ – und brauche auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. „Es deutet auf den ersten Blick wenig darauf hin, dass hier eine High-Tech-Industrie ihre Heimat hat.“ Dass viele Cronenberger Unternehmen auf dem Weltmarkt in vorderster Reihe mitspielen würden, das gelänge nur „durch permanente Innovation“, stellte der IHK-Vize aus Solingen heraus. Außergewöhnlich sei zudem, dass die Dörper Firmen trotz ihrer stellenweise Tätigkeiten im gleichen Marktsegment eine Gemeinschaft für den Stadtteil bilden: „Sie lassen eine Cronenberger Familie entstehen“, lobte Kurt Mertens.

Peter Capellen zum GCU-Ehrenvorsitzenden gewählt

Diese Gemeinschaft hob der GCU-Vorstand um die Vorsitzende Antonella Lo Bue, ihren Stellvertreter Dr. Andreas Groß, Geschäftsführer Thomas Gass und Kassenwart Hans-Dieter Sanker direkt zu Beginn des Festabends noch einmal heraus, indem alle anwesenden Mitglieder einzeln vorgestellt wurden. Die große Harmonie innerhalb der Gemeinschaft zeigte sich aber auch, als es beim Festabend zum Programmpunkt „Überraschung“ kam: „Wir haben vorhin durchgezählt, wir sind heute stimmberechtigt“, stellte GCU-Vize Andreas Groß fest – und beantragte kurzerhand selbst, den im Frühjahr 2015 als Vorsitzender zurückgetretenen Peter Capellen zum neuen Ehrenvorsitzenden zu ernennen. „Wir haben so viel mitgemacht, der Verein stand kurz vor der Auflösung“, skizzierte Groß die Geschichte der GCU vor der Ära Capellen. Dieser habe die Gemeinschaft wieder zu dem gemacht, was sie heute ist. Da war es keine Frage: Einstimmig folgten die GCU-Mitglieder dem Antrag.

Auszeichnung für Schüler und Azubi – Spende fürs TiC

Natürlich folgte die Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen auch im Jubiläumsjahr 2015 der inzwischen lieb gewordenen Tradition, Schüler und Auszubildende mit außergewöhnlichen Fähigkeiten von den Schulen und Betrieben im Dorf auszuzeichnen. Durch ihre besonderen Leistungen im Bereich Naturwissenschaften stachen dabei Christine Reisberg von der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) sowie Henrik Jessner vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium hervor. Beide nahmen inzwischen an verschiedenen Wettbewerben teil. Die Kuchhauserin Christine Reisberg nehme zudem an der Robotik-AG der FBR teil und spiele im Schulorchester, lobte GCU-Vorstand Dr. Thomas Groß. Henrik Jessner aus Sudberg engagiere sich in der Schüler-Gemeinschaft, zeige großes Interesse am Kontinent Asien und besitze zudem den Schwarzen Gürtel in Tae­k­won­do. Als Auszubildender wurde zudem Joshua Albert von der Firma Gebrüder Schmidt geehrt: Der Ronsdorfer habe in verkürzter Ausbildungszeit seine Abschlussprüfung mit einer „Eins“ bestanden und sich auch im Betrieb in besonderem Maße engagiert, erklärte Groß vor den GCU-Mitgliedern in seiner Laudatio.

Dass der diesjährige Festabend der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen ausgerechnet im TiC-Atelier Unterkirchen stattfand, hatte einen ganz besonderen Grund: Die GCU übergab den beiden TiC-Chefs Ralf Budde und Stefan Hüfner im Beisein eines Großteils des Ensembles eine Spende in Höhe von 11.111 Euro für das Theater. „Das ist eine Summe, bei der es einem die Sprache verschlägt“, musste Ralf Budde zugeben, „sie hilft uns aber wirklich weiter.“ Denn die Spende sei ungefähr bei der Förderung einzuordnen, welche die Stadt Wuppertal nach diversen Kürzungen im Rahmen des immer stärkeren Sparkurses inzwischen jährlich an das TiC-Theater überweise, ergänzte Stefan Hüfner: „Das Theater lebt daher von solchen Spenden.“

Beim GCU-Festabend 2015 wurde auch ein neues Buch über die Geschichte von Cronenberger Unternehmen vorgestellt. Den Artikel hierzu gibt es unter diesem Link…

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