11.11.2015, 17.50 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

FFC-Übung: Große Explosion bei Feuerwerk-Vorbereitungen

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Ein großflächig brennendes und rauchendes Trümmerfeld bot sich den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg (FFC) am Freitagabend, 30. Oktober 2015, in der Heidestraße. Auf dem dortigen ehemaligen Sportplatz der Lebenshilfe Wuppertal hatten gegen 19 Uhr sieben Personen ein Feuerwerk vorbereitet, dabei war es dann allerdings zu einer ungewollten Explosion gekommen. Von kleineren Schrammen bis hin zu Amputationsverletzungen war bei den Betroffenen viel zu beklagen.

Die Dörper Floriansjünger, die bei Einsatzmeldung gerade auf der Anfahrt zu einem Übungsort in Sudberg waren, merkten schnell: Bei diesem vermeintlichen Realeinsatz hatten die Ausbilder ein wenig nachgeholfen. Mittels Nebelmaschine wurde der sowieso stockfinstere Sportplatz vernebelt, bengalische Feuer und kleinere Brände sorgten für eine fast realistische Atmosphäre. Übungsorganisator Marco Kauhaus, Frank Klingenhöfer als Verantwortlicher für die Pyrotechnik und ihr Team hatten ganze Arbeit geleistet. Auch die Verletzungen, die von den Frauen und Partnerinnen der Cronenberger Feuerwehrleute geschminkt worden waren, sahen äußerst echt aus.

Während vier „Verletzte“ in unmittelbarer Umgebung der Explosionsstelle aufgefunden und von den Ersthelfern bis zum Eintreffen der (fiktiven) Rettungswagen versorgt wurden, waren drei Mitglieder der Feuerwerker-Truppe in Panik in den Wald geflüchtet. Die Einsatzkräfte, die an diesem Abend unter der Leitung von Christian Oertel standen, suchten daraufhin die nähere Umgebung ab und retteten die ebenfalls verletzten Vermissten teils mit einer Schleifkorbtrage aus dem Burgholz.

Gegen 22.30 Uhr war der (Übungs-)Einsatz schließlich beendet und alle Einsatzkräfte wohlbehalten in der Feuerwache an der Kemmannstraße, wo der Abend in geselliger Runde ausklang. „Die Ausbildungsleitung war sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung“, fiel das Fazit von Benjamin Schürholt vom Arbeitskreis Ausbildung bei der FFC aus. „Es hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, bei Einsätzen mit mehreren Verletzten in der Anfangsphase auf die gut geschulten Mitglieder der Ersthelfer-vor-Ort-Gruppe des Löschzuges zurückgreifen zu können, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes qualifizierte Erste Hilfe leisten.“ Nach der Übung wurde Christian Oertel zum Brandinspektor befördert, Marco Kauhaus zum Unterbrandmeister.

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