Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

07.01.2016, 14.02 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

CFG-Ehemalige: Jubiläum beim Weihnachtsfrühschoppen

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Hielten Rück- und Vorschau: die Ehemaligen des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums. Links vorne im CW-Bild ist CFG-Leiter Karl W. Schröder zu sehen, der auch diesmal zu der gemütlichen Runde stieß.

Unter ihrem Motto „CFG forever“ trafen sich am zweiten Weihnachtstag wieder Ehemalige des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) zum traditionellen Weihnachts-Frühschoppen. Das diesjährige Treffen im „Café du Congo“ war heuer ein ganz besonderes: Vorsitzender Klaus Riske lud zum 75. Frühschoppen ein.

Die ersten Treffen bis 1948 fanden im Ratskeller statt. Über weitere Stationen landete man dann vor fünf Jahren im „Café du Kongo“. Die Geschichte des „Vereins der Ehemaligen des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums“ ist lang und spannend. Eigentlich existiert der Zusammenschluss der Schüler bereits seit 1909, als sich Ehemalige des Gymnasium Aue Süd und des Gymnasium Cronenberg erstmals trafen, um an alte Zeiten zu erinnern. Schon 1908 galt das Gymnasium Aue als eine der modernsten Lehranstalten, Teile der Schule wurden sogar zur Weltausstellung ins amerikanische St. Louis verschifft.

Seit 1941 treffen sich die Ehemaligen ununterbrochen. Als am 1. September 1975 das neue Schulgebäude am Jung-Stilling-Weg bezogen wurde und beide Schulen zum CFG wurden, fand auch der Verein dort seine Heimat. Der Ehemaligen-Verein mit seinen aktuell 560 Mitgliedern unterstützt das CFG auch durch Geldspenden, man ist beim CFG-Tag dabei und auch sonst stets im Einsatz für die Schule.

CFG-Leiter Karl W. Schröder nutzte das Ehemaligen-Treffen für einen Rückblick. „Das Jahr 2015 stand unter der Überschrift Flüchtlinge“, sagte Schröder, „wir waren zuerst erschrocken, aber dann hat alles gut geklappt. Es war eine beeindruckende Erfahrung.“ Aber der Schulleiter verschwieg auch nicht, dass es neben der Willkommenskultur auch Skepsis gab. Inzwischen sind 19 Schüler zwischen zehn und 15 Jahren für zwei Jahre in einer „Flüchtlingsklasse“ – die Integration klappt. Insbesondere die Integration der syrischen Kinder, um die sich sechs ehemalige Lehrer kümmern, funktioniere sehr gut.

Das, so Karl W. Schröder, gehöre ebenso zur Erfolgsgeschichte 2015 des CFG, wie zum Beispiel auch die Wiedereröffnung der Bibliothek. Nach dem Brandanschlag im September 2013 entspreche sie nun modernsten Ansprüchen. Dass noch viele weitere Kapitel der beeindruckenden Geschichte von mehr als 100 Jahren hinzugefügt werden, dafür stehen die Ehemaligen des CFG heute mir ihrem Verein. Auch im neuen Jahr wollen sich Klaus Riske und seine Mitstreiter weiter für ihre frühere Schule einsetzen, damit es auch in Zukunft heißt: „CFG forever“…