Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

22.02.2016, 09.13 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Verheißungsvoll: Frühlingsrufe aus den „Trostlos-Wolken“

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An dem Werbeplakat, dem vorbeifahrenden Pkw und natürlich auch dem Regenschirm ist es zu erkennen – das ist kein Schwarz-Weiß-Foto, es ist am heutigen Montag, 22. Februar 2016, so grau in grau in der Cronenberger Ortsmitte: Auch wenn Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen allenthalben die Blütenköpfe aus der Erde recken, da ist von Frühlingserwachen keine Spur – der mittlerweile dritte Tag Dauerregen schlägt ziemlich aufs Gemüt…

Und insofern passt der Spruch auf dem Haltestellen-Plakat wie die Faust aufs Auge, wobei es in Sachen Wetter eigentlich keine Frage ist: Der milchig-trübe Himmel, der die Spitze der Reformierten Kirche einhüllt, setzt Grenzen, die gute Laune ist derzeit auf jeden Fall limitiert. Wobei: Haben Sie es auch gehört? Heute Mittag war vom Himmel Geschrei zu vernehmen – Zugvögel!

Ob es Gänse oder Kraniche waren, die über das Dorf zogen, war nicht zu sehen – die Frühlingsvorboten waren in der „Wolkensuppe“ unterwegs, ziemlich sicher flogen sie auf Sicht. Aber egal, denn ihre Rufe waren wie Sonnenstrahlen, die durch die trostlosen Regenwolken brachen – wenn die Zugvögel zurückkehren, dann kann der Frühling nicht mehr lange auf sich warten lassen. Insofern halten Sie mit uns durch, bald sind nach oben bestimmt keine Grenzen mehr gesetzt.

Und abgesehen davon: Wie tröstete uns doch beim letzten „Schmuddelwetter-Block“ vor einigen Wochen ein Ur-Cronenberger: „Sollen wir uns doch nicht unterkriegen lassen, die in Mettmann haben überhaupt kein Wetter!“ Ob die Kraniche oder Gänse wohl dahin unterwegs waren…?