Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

06.07.2016, 13.32 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Wie ein Auto: Lisas Microcar ist der Hingucker im CW-Land

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So richtig rund ist die Geburtstagsfreude über das „Microcar“ aber noch nicht: Lisa Sopp (re.) hat nämlich ihren Führerschein noch nicht in der Tasche. Im Juli soll’s geschafft sein, bis dahin kutschieren sie Opa Heinrich und Mama Alexandra gerne durchs Dorf – „das macht richtig Spaß“, lacht Alexandra Sopp, „und der Kofferraum ist größer als bei meinem Auto…“

Ein Moped zum 16. Geburtstag zu bekommen, das ist schon ziemlich schick – endlich nicht mehr auf Mama und Papa angewiesen, sondern selbst mobil… Auch Lisa Sopp konnte sich über ein Moped freuen, aber was für eines: Es passte nicht ins Haus an den Gabentisch, sondern musste mit großem Herz und Luftballons geschmückt auf dem Parkplatz stehen bleiben – mit einem Microcar Due erhielt die junge Kuchhauserin einen fahrbaren Untersatz, der wie ein Auto aussieht, aber ein Moped ist.

Zwei Ledersitze, Lenkrad, großer Kofferraum, Automatik-Schaltung, Scheinwerfer, Radio, Sicherheitsgurte und, und, und – das Microcar hat alles, was ein Auto ausmacht. Unter der Motorhaube ist das Leichtfahrzeug des französischen Herstellers Bénéteau, dessen Produktion bereits 1980 begann, wie ein Moped: Der Dué-Motor hat 505 Kubikzentimeter Hubraum und leistet eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometer – als Leichtkraftfahrzeug kann das Microcar in Deutschland mit der Fahrerlaubnis Klasse S gefahren werden.

„In Frankreich und in Südeuropa ist das Fahrzeug sehr verbreitet“, weiß Mama Alexandra Sopp, in Italien könne man es sogar schon mit 14 Jahren fahren. Hierzulande allerdings sorgten die Sopps nicht nur für Aufsehen, als sie auf dem Kradparkplatz gegenüber der CW-Geschäfststelle (mit Recht) parkten. Auch bei den Versicherungen erntete Alexandra Sopp Staunen: „Es war ein Problem eine zu finden – Microcars kennt ja keiner…“ Apropos: Obwohl Mama Alexandra alles dafür tat, dass das fahrbare Präsent zum Geburtstag geheim blieb, platzte die Überraschung – der Opa hatte sich verplappert.

Dennoch war die Freude groß, „mit vielen Ausrufezeichen“, umschreibt Lisa ihren Glücksfaktor. Immerhin kostete der fahrbare Untersatz ja auch 8.500 Euro – na ja, die Eltern und Großeltern schmissen zusammen, und zudem galt es ja auch die Mittlere Reife mit „Quali“ zu belohnen…