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27.07.2016, 17.43 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Zehn Jahre Bilstein-Platz: „Das ist wunderschön geworden…“

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Stießen auf zehn Jahre Bilstein-Platz an: CHBV-Chef Rolf Tesche und Ehefrau Roswitha sowie Café-Inhaberin Sigrid Born (li.).

Genauso hatte sich der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) das wahrscheinlich vor zehn Jahren gedacht: Der Hans-Otto-Bilstein-Platz präsentierte sich am 16. Juli 2016 voller Menschen, die in der Sommersonne an den Tischen des Born-Cafés saßen, sich eine Tasse Cappuccino oder einen Sekt und Erdbeerkuchen-Häppchen schmecken ließen und sich entspannt unterhielten.

Oder sich unterhalten ließen, denn für die Jubiläumsfeier auf dem Platz unter der Friedenseiche hatte Café-Inhaberin Sigrid Born das Duo „Da Musica“ engagiert, das auf der Geige und mit der Gitarre das Treiben mit Tango, Salonmusik & Co. begleitete – da war die sommerliche Stimmung im Schatten der Reformierten Kirche komplett.

Im Jahre 2004 sah das noch ziemlich anders aus: Der Platz an der Friedenseiche hatte nicht nur keinen Namen, er war auch alles andere als einladend – triste Gehwegplatten, kaum Grün, schmucklose Bänke, obwohl mit der Reformierten Kirche auf der einen und den altbergischen Häusern auf der anderen Seite bestens eingerahmt, lud der Platz nicht unbedingt zum Verweilen ein.

Spenden und Bausteine: Platz-Umgestaltung war Cronenberger Gemeinschaftsaktion

Das soll anders werden, dachte sich der CHBV: Im Jahre 2004 begründete der Bürgerverein eine Initiative zur Verschönerung des Platzes. Geld von der Stadt gab’s dafür zwar nicht, aber in Cronenberg zogen viele an einem Strang: Auf einen CHBV-Aufruf hin stellte die Bezirksvertretung 10.000 Euro zur Verfügung, Handwerker erklärten sich zur tatkräftigen Mithilfe bereit, er Resterlös aus der 950-Jahr-Feier wurde gespendet und nicht zuletzt legte der Bürgerverein eine „Bausteine“-Aktion auf.

Für 5 Euro bis „Ende offen“ konnten die Cronenberger sogenannte „I’ekenblatt“-Urkunden erwerben und damit einen Beitrag zur Finanzierung des Platz-Umbaus leisten – summa summarum trug der Bürgerverein so das erforderliche Geld zusammen. Zumal die von der Stadt auf 65.000 Euro veranschlagten Kosten im Zuge der Gemeinschaftsaktion auf 35.000 Euro gesenkt werden konnten, wurde im Frühjahr 2005 mit den ersten Arbeiten begonnen.

Warum noch nach Gräfrath? „Platz ist wunderschön geworden“

Bereits Mitte Juni 2005 war der neue Platz zwar fertig, dass erst jetzt das „Zehnjährige“ gefeiert wurde, hatte aber natürlich seinen Grund: Am 26. Juni 2010 wurde der bislang namenlose Platz an der Friedenseiche nach dem jahrzehntelangen CHBV-Vorsitzenden Hans-Otto Bilstein benannt und feierlich eingeweiht. „Wozu jetzt noch nach Gräfrath“, schrieb die CW seinerzeit zu dem Schmuckstück im Herzen Cronenbergs: „Über diesen Platz wäre er sehr froh“, zeigte sich CHBV-Vorsitzender Rolf Tesche mit Blick auf seinen Vorgänger, den Namenspaten Hans-Otto Bilstein überzeugt.

Mehr als eine Bestätigung gab’s zur Jubiläumsfeier: „Der Platz ist wunderschön geworden“, befand Heidi Oertel, die Atmosphäre zum Beispiel beim alljährlichen Adventssingen sei durch die Umgestaltung noch schöner. „Ich bin glücklich, dass der Platz wieder so belebt ist“, zollte Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé der CHBV-Initiative ihren Dank: Es sei schön, dass so viele Cronenberger Ideen entwickeln und sie umsetzen.

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