Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

16.08.2016, 13.15 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Cronenberg-Rundgang: Was selbst der Stadtführer nicht wusste…

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Stadtführer Frank Khan (li.) „lotste“ die Teilnehmer seines kurzweiligen Cronenberg-Rundganges natürlich auch zum früheren Cronenberger Bahnhof.

In den Sommerferien lud Stadtführer Frank Khan wieder zu einem unterhaltsamen historischen Rundgang durch Cronenberg ein. Zwölf Teilnehmer aus verschiedenen Teilen Wuppertals ließen sich die rund drei Stunden dauernde Tour bei schönstem Sommerwetter nicht entgehen. Frank Khan hatte viel zu berichten und vermittelte Ge­schichtliches und Anekdoten aus dem alten Cronenberg.

So berichtete der Stadtführer auch einiges über den unvergessenen Samba, welcher von 1891 bis 1988 Cronenberg mit Elberfeld verband. „Man hat in den Jahren 1923/24, Cronenberg war damals von den Franzosen besetzt, sogar mit dem Samba Lebensmittel, Seife und Kaffee ins Dorf geschmuggelt“, wusste Frank Khan zu berichten. Immerhin war Cronenberg zu jener Zeit noch eine eigene Stadt, welche erst 1929 zu Wuppertal eingemeindet wurde.

Unter den Teilnehmern war auch Brigitte Werner, die Cronenberg vor rund 60 Jahren verließ: „Ich habe alles neu entdeckt“, erklärte sie: „Damals gab es hier sogar noch Gaslampen. Die wurden abends von Leuten eingeschaltet und wir Kinder gingen hinterher und machten sie wieder aus.“ Das heute noch am Hans-Otto-Bilstein-Platz eine von zwei Wuppertaler Gaslaternen steht, wusste wiederum nicht mal der Stadtführer. Dennoch waren die Tour-Teilnehmer über das Wissen von Frank Khan und seine Geschichten begeistert.

Bewundert wurden vorallem die altbergischen Häuser, die einige Begleiter ähnlich wie in Lüttringhausen oder Lennep empfanden. Erstaunt war man auch über die vielen Industriebetriebe auf den Südhöhen, welche hier nicht vermutet wurden. So hatte am Ende jeder etwas gelernt und ging mit neuen Eindrücken vorbei am Cronenberger Bahnhof und Stahlwille die Lindenallee hinunter…