Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

17.08.2016, 18.05 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Bergische Museumsbahnen: Dank DNA nun vor Dieben sicherer

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Hoffentlich schreckt das Diebe ab! Michael Schumann (li.) und Dirk Brückmann zeigen es auch schriftlich: Hier ist alles gesichert.

Wie die CW mehrfach berichtete, schlugen Metalldiebe in den vergangenen Monaten drei Mal bei den Bergischen Museumsbahnen (BMB) zu. Objekt der Begierde der Täter war jedes Mal der Fahrdraht aus Kupfer über der historischen Strecke durchs Kaltenbachtal – insgesamt fügten die dreisten Diebe dem Verein einen Gesamtschaden in Höhe von etwa 100.000 Euro zu.

Bei allem Unglück gab es für die leidgeprüften Museumsbahner jedoch auch Positives: Nach den Metall-Diebstählen schwappte eine Welle der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft in die Kohlfurth – dank der überwältigenden Solidarität konnte der Schaden behoben werden und die Oldtimer-Trams zwischenzeitlich wieder ihre Fahrt aufnehmen.

Ein Kapitel dieser Hilfsbereitschaft wurde kürzlich aufgeschlagen: Der neue Fahrdraht wurde mit künstlicher DNA versehen. Dirk Brückmann, der Geschäftsführer der Firma „S.E.S. Safety“  war extra gekommen, um mehrere Dosen mit Flüssig-DNA zu spenden. In je 250 Millilitern DNA finden sich rund 50.000 Microdots, die mit dem Code „BMB 2016“ gekennzeichnet sind. Die künstliche DNA ist wetterbeständig, erklärte Dirk Brückmann, „zudem ist jetzt auch eine elektronische Sicherung aktiv“, ergänzte BMB-Vorsitzender Michael Schumann.

„Wird der Fahrdraht gekappt, gibt es Alarm.“
Durch die künstliche DNA können gestohlene Fahrdraht-Stücke nun eindeutig dem Verein zugeordnet werden. Der Verkauf beziehungsweise Handel mit gestohlenen Metallen wird für Diebe und Hehler damit wesentlich riskanter. Nicht ohne Grund haben sich der Bundesverband Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen sowie der Bundesverband Deutscher Metallhändler inzwischen zu einer „Sicherheitspartnerschaft gegen Metalldiebstahl“ zusammengeschlossen. Informationstafeln entlang der BMB-Strecke weisen zusätzlich auf den Diebstahlsschutz hin – die Museumsbahnen hoffen, dass auch Diebe die mehrsprachigen Hinweise lesen und zukünftig ihre Finger vom Fahrdraht der Straßenbahn lassen…

Freifahrt für alle bis 16 Jahre
Eine gute Neuigkeit haben die Museumsbahner auch für alle jungen Besucher: Seit 1. August können Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren nun kostenfrei mit den historischen Bahnen fahren. Mehr Infos auch unter www.bmb-wuppertal.de.