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20.09.2016, 16.25 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Denkmal-Tag: Viele stiegen der Reformierten Kirche „aufs Dach“

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Den Tag des offenen Denkmals nutzten zahlreiche Besucher auch, um von der Laterne der Reformierten Kirche den Weitblick übers Bergische zu genießen.

1766 wurde der Grundstein für den Bau der Reformierten Kirche gesetzt – 250 Jahre später war das am Tag des offenen Denkmals ein guter Grund für die Evangelische Gemeinde Cronenberg, um das ehrwürdige Gotteshaus für Besichtigungen zu öffnen.

Bei schönstem Spätsommer-Wetter stiegen rund 200 Besucher der Kirche „aufs Dach“, sprich erklommen die Zwiebelturmhaube, und genossen den weiten Blick über Cronenberg und das Bergische bis nach Köln. Die Reformierte Kirche gilt als eine der schönsten von etwa 40 Kanzelaltar-Kirchen, die im 18. Jahrhundert im Bergischen gebaut wurden. Auch wenn das Gotteshaus 1771 eingeweiht wurde, den Turm vollendete man erst fünf Jahre später.

Im Kirchraum sind die hölzernen Prinzipalstücke wie Altar, Kanzel und Orgel aus Eiche die Prunkstücke. Von drei Seiten laufen Emporen mit Barockbalustraden, welche auf sieben Holzsäulen ruhen, durch das Kirchenschiff. Die Ibach-Orgel im Rokokostil stammt von 1849 und wurde 1974 vollständig renoviert. Kantor Martin Ribbe lud die Besucher, darunter viele Kinder, am Denkmal-Tag gerne ein, ihm beim Spiel über die Schulter zu schauen und sich das Instrument erklären zu lassen.

Die Reformierte Kirche ist ein Prachtstück der Baukunst des Spätbarock im Bergischen – darüber waren sich die vielen Besucher einig.