Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

09.11.2016, 10.57 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Nur die Ruhe: Clinton geht, Trump kommt, aber Mäten bleibt!

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Die Lichter gehen nach der US-Wahl nicht aus! Wir sind vielmehr sicher, dass morgen Abend viele Lichter angehen werden und die Kinder am Vorabend des Martinstages wieder mätensingend durchs Dorf ziehen werden. Wie das Bild von unserem Süßigkeiten-Stapeln beweist: Wir zählen auf euch, liebe Laternengänger im CW-Land.

Am Abend mit den vermeintlich sicheren Prognosen der Wahlexperten ins Bett und heute Morgen mit der Überraschung aufgewacht – da war doch was im Juni… Einen Morgen der Marke „Brexit 2.0“ oder „Brexit hoch fünf“, wie Medien schreiben, erlebten viele von uns am heutigen 9. November 2016: Nicht Hillary Clinton, wie gestern Abend als fast sicher erklärt, wird die erste US-Präsidentin, Donald Trump wird vielmehr ins Weiße Haus einziehen – diese „Umzugsnachricht“ zum Frühstück will erst einmal verdaut sein.

Während auch hierzulande die einen jubeln, haben nicht wenige Angst davor, was nun auch auf uns im fernen Europa zukommen mag. Nach dem polternden Wahlkampf jenseits des großen Teichs, den derben Sprüchen, unglaublichen Peinlichkeiten, merkwürdigen Auftritten und Ankündigungen, die mitunter nicht nur jede Political Correctness vermissen ließen und Donald Trump in den Augen mancher zu einem Psychopathen, Antichristen oder Faschisten – oder auch alles in einem – werden ließen, haben wir nun „den Salat“: Die Amis haben ihn doch glatt gewählt.

„Brötchen raus und Alkohol rein ins Regal“, meinte da heute Vormittag ein völlig überraschter Kunde eines Dörper Geschäfts, nachdem er gerade von dem Trump-Sieg erfahren hatte. „Kein Alkohol ist zwar auch keine Lösung“, lautet ein Spaß-Spruch, aber lassen wir mal die Brötchen da, wo sie sind – auch wenn das ein Morgen „mit Pauken und Trumpeten“ war, die Welt dreht sich weiter – und die Siegesrede des Egozentrikers gab Anlass zur Hoffnung, dass zwar Trump als Tiger gesprungen sein mag, aber vielleicht als Bettvorleger landen wird.

Wir jedenfalls setzen darauf, dass der künftige US-Präsident nicht alles auf den Kopf stellen kann. Heute haben wir daher wie gewohnt für morgen vorgesorgt: Hunderte Adventskalender und weitere Süßigkeiten stapeln sich in der CW-Geschäftsstelle – Mäten kann kommen! Morgen Abend, wenn’s im Dorf dunkelt, rechnen wir mit vielen Laternengängern, die auch bei uns in der Kemmannstraße vorbeischauen – wie immer!

Insofern ist unsere Moral des heutigen Kater-Morgens, nachdem wir uns zugegebenermaßen auch kräftig die Augen gerieben haben: Die Clintons gehen, die Trumps kommen – Sankt Martin bleibt! Und das ist doch einigermaßen beruhigend…