Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

28.11.2016, 15.23 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Großkontrolle in Adventsnacht: Spitzen-Raser auf der L418

Artikelfoto

Wenig besinnlich verbrachten die Ordnungskräfte in Wuppertal die Nacht zum ersten Advent: Von Samstag, 26. November 2016, auf Sonntag führten Polizei, Ordnungsamt und Zoll Schwerpunktkontrollen gegen Täterbanden und Verkehrssünder durch. Zwischen 19 und 6 Uhr am Sonntagmorgen wurden dabei mehrere Gaststätten überprüft, Kontrollen von Alkohol- und Drogenmissbrauch am Steuer durchgeführt sowie gegen Raser und „Poser“ vorgegangen.

Nachdem eine solche Großkontrolle erst am 21. Oktober durchgeführt worden war, überprüfte die Polizei diesmal mehr als 1.000 Fahrzeuge. Dabei wurden über 200 Verkehrsverstöße festgestellt. Zwei Fahrzeugführer mussten zur Blutprobe, weil sich der Verdacht ergab, dass sie unter Drogeneinfluss standen. Zu schnell waren 156 Autofahrer unterwegs, wobei 46 Raser mit Post von der Bußgeldstelle rechnen müssen.

Den Vogel schoss dabei ein Seat-Fahrer auf der L418 ab: Im Bereich Lichtscheid wurde er auf der Landesstraße mit 173 Stundenkilometern geblitzt – erlaubt ist in dem Abschnitt nur Tempo 70. Neben 600 Euro Bußgeld erwarten den Temposünder nun drei Monate Fahrverbot. Verbotene technische Veränderungen stellten die Beamten bei elf Pkw fest. Ein Fahrzeug war so verkehrsunsicher, dass die Polizei es sofort  stilllegte.

Bei den Gaststätten-Kontrollen ging den Beamten ein Dealer ins Netz. Zudem wurden über 50 Verstöße im Zusammenhang mit dem Betrieb von Gaststätten, dem Besitz von Betäubungsmitteln oder Waffen sowie der Produktpiraterie festgestellt. „Die Ergebnisse der Samstagnacht bestärken uns darin, auch zukünftig weitere Großeinsätze in ähnlicher Art und Weise durchzuführen“, resümmierte Polizeidirektor Wolfgang Lonken, der die Kontrollen leitete: „Wir merken, dass unsere Arbeit in der Szene für Unruhe sorgt und potentielle Täter abschreckt.“