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13.01.2017, 16.41 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Freiwillige Feuerwehren: Jahresabschluss-Treffen am Theishahn

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Alle Ausgezeichneten der freiwilligen Feuerwehren in Wuppertal, die seit 25 beziehungsweise 35 Jahren im Einsatz sind.

Die Freiwillige Feuerwehr Wuppertal lud im Dezember zu ihrer Jahresabschlussveranstaltung in die Feuerwache am Hahnerberg ein. Bei der Feierstunde mit der Bigband Dixieland-Formation der Feuerwehr wurde aber nicht nur eine Bilanz 2016 gezogen, sondern auch geehrt und gedankt.

Berufsfeuerwehr-Chef Ulrich Zander erklärte, dass weiterhin Unterstützung für die Gerätehäuser, auch in Cronenberg, gebraucht werde. Die Tagesverfügbarkeit von Freiwilligen müsse zudem weiter ausgebaut werden. Oberbürgermeister Andreas Mucke dankte allen 572 Ehrenamtlern, die sich bei den freiwilligen Feuerwehren in Wuppertal einsetzen: „So viele Menschen sind nicht einfach zu finden“, meinte der OB. Der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehren, Guido Blass, vermittelte derweil auch, woran es momentan den Feuerwehren fehlt und was getan werden muss.

Freiwillige Feuerwehren fordern zeitgemäße Ausrüstung

So müsse das Personal aktiv am Geschehen beteiligt werden: „Bei den Fahrzeugen gibt es einen dringenden Investitionsbedarf“, erklärte Guido Blass, viele Fahrzeuge seien über 25 Jahre alt und es gebe sogar Einsatzfahrzeuge, die über 34 Jahre auf dem Buckel hätten. Die Technik schreite voran, auch die Freiwilligen Feuerwehren müssten hier mithalten können. Ebenfalls seien viele Gebäude längst nicht mehr zeitgemäß. Das Haus der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg in der Kemmannstraße sei 1919 zum Gerätehaus umgebaut worden, als es noch Handspritzen gab. Da  sei es schwer, überhaupt moderne Fahrzeuge hinein zu bekommen.

Oberbürgermeister Andreas Mucke hörte aufmerksam zu und versprach, im Jahr 2017 alle Standorte der Freiwilligen Feuerwehren in Wuppertal zu besuchen und zu schauen, was gemacht werden könne, um die Feuerwehren besser aufzustellen. Im Rahmen der Ehrungen „Partner der Feuerwehr“ wurde die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) ausgezeichnet. Die AWG stellt nicht nur Mitarbeiter für die Freiwilligen Feuerwehren frei, auch Flächen für Feuerwehr-Übungen, so zum Beispiel auf Korzert, werden zur Verfügung gestellt. Dazu gibt es eine Erste-Hilfe-Übungsgruppe.

AWG ist „Partner der Feuerwehr“ und Robin Birker (FFC) Jahrgangsbester

Für so viel Engagement nahm Willy Görtz stellvertretend für die AWG eine Urkunde und eine Plakette entgegen, die nun bei der AWG angebracht wird. Zudem wurden langjährige Angehörige der Freiwilligen Wehren geehrt. Von der Freiwilligen Feuerwehr Hahnerberg (FFH) wurden Ralf Liefke und FFH-Chef Dieter Schierwagen für 35 Jahre mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Gold sowie Tanja Liefke und Thomas Schumann für 25 Jahre mit dem Ehrenabzeichen in Silber ausgezeichnet.

Ebenfalls Silber erhielt Thorsten Kozyra von der Freiwillligen Feuerwehr Cronenberg (FFC). Im Löschhaus an der Kemmannstraße gab es einen weiteren Grund zur Freude: Robin Birker von der FFC wurde als Bester des Truppführer-Lehrganges geehrt.