Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

01.04.2017, 13.44 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Mit Café: „Rigi Kulm“-Fernmeldeturm als Seilbahn-Stütze?

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Fordern, dass die Variante noch in den Seilbahn-Grundsatzbeschluss des Rates aufgenommen werden muss: Die Bezirksbürgermeister Ursula Abé und Jürgen Vitenius (li.) sowie Bürgervereinsvorsitzender Michael Ludwig zeigten sich beim Ortstermin begeistert von der Idee, den Fernmeldeturm „Rigi Kulm“ zu einer Seilbahn-Stütze mit Café umzufunktionieren. -Foto: Meinhard Koke

Update (03.04.2017, 17 Uhr):
Die einen werden es bedauern, andere nicht: Bei diesem CW-Bericht zum 1. April 2017 handelte es sich um einen April-Scherz – natürlich! Mehr dazu lesen Sie hier: „April, April“: „Rigi“-Turm wird keine Seilbahn-Stütze

Erstbericht:
Aber nicht nur das: Wie dem 83-seitigen Prüfpapier eines renommierten Ingenieurbüros aus der niedersächsischen Münchhausen-Stadt Bodenwerder zu entnehmen ist, könnte die „Rigi“-Nutzung der Seilbahn-Idee sogar einen neuen Schub verleihen. Nachdem das Projekt wegen der Kosten zuletzt etwas an Charme einbüßte, könnte es durch die „Rigi“-Variante wieder Boden gutmachen: Wie die Gutachter aufzeigen, würden nämlich dadurch die geplanten Stützen am Lavaterweg und im Bereich Wolfshahn überflüssig – satte Kostenersparnis: über drei Millionen Euro.

Satte Kostenersparnis und Stützen-Café als touristischer Clou

Clou an der Idee ist zudem die Einrichtung einer Aussichtsebene mit Café auf der obersten der vier Turm-Plattformen. Damit würde die „Rigi“-Stütze zu einem touristischen Seilbahn-Leuchturm avancieren, zeigen sich Ursula Abé und Jürgen Vitenius, die Bürgermeister der Stadtbezirke Cronenberg und Elberfeld, sowie Michael Ludwig, Vorsitzender des Bürgervereins Küllenhahn, unisono begeistert.

„Wir reden jetzt das erste Mal über Kosteneinsparungen – das allein wäre schon ein Grund, das zu machen“, unterstreicht Jürgen Vitenius. Allerdings müsse der Fledermaus-Schutz gewährleistet sein. Bürgermeister-Kollegin Ursula Abé sieht in der Idee nicht nur eine sinnvolle Nachfolgenutzung für den Turm. „Auch weil wir hier kaum noch Ausflugsgastronomie haben, ist das begrüßenswert“ – „und wenn die Bergische Kaffeetafel auf der Karte des Turm-Cafés stünde, wäre die Sache endgültig rund“, findet Bürgervereinschef Ludwig.

Forderung: „,Rigi‘-Variante in Grundsatzbeschluss des Rates aufnehmen!“

Während die WSW noch keine Stellungnahme abgeben wollten, kündigten Ursula Abé, Jürgen Vitenius und Michael Ludwig für den 1. April eine gemeinsame Resolution an. Damit soll die Stadt aufgefordert werden, die „Rigi“-Variante noch in den Grundsatzbeschluss zur Seilbahn aufzunehmen. Die Zeit drängt: Am 15. Mai soll der Rat ja entscheiden, ob die Prüfung der Seilbahn fortgeführt wird.