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05.04.2017, 13.53 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Jubiläum: „Die ,Hedwigkids’ erfüllen mich mit Dankbarkeit…“

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Gudrun Ditgens, die Leiterin und „Seele“ der „Hedwigkids“. – Foto: Marcus Müller

Über 500 Mädchen und Jungen sind in den vergangenen 20 Jahren bei den „Hedwigkids“ aktiv gewesen. Mal nur kurze Zeit, oft über Jahre hinweg, manchmal auch mit Unterbrechungen. Angefangen hatte alles mit zehn Gründungsmitgliedern, heute sind rund 70 Sängerinnen und Sänger am Friedenshain aktiv. „Viele Jugendliche kommen über Jahre regelmäßig oder finden sogar während ihrer Studienzeit oder später zu uns zurück, selbst wenn sie in anderen Städten leben“, berichtet Chorleiterin Gudrun Ditgens.

Sie gründete zusammen mit drei Mitstreitern den Kinder- und Jugendchor in der Katholischen Gemeinde St. Hedwig im Jahre 1997. Von der „ersten Generation“ sind heute noch Niko Vuicic, der das Schlagzeug inzwischen aber auch öfter seinem Sohn Ivo überlässt, und Lina Reitemeyer aktiv. Letztere sang beim Jubiläumskonzert am vergangenen Samstagabend „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ in einem beeindruckenden Duett mit Gudrun Ditgens. „Das war unser erstes“, stellten beide nach dem Konzert überrascht fest. Standing Ovations waren der Lohn für die Mühen.

Darüber hinaus wurde der Bogen über die vergangenen Jahrzehnte gespannt: „ABBA“ kamen mit „Waterloo“ genauso zu Gehör wie ein Medley von Udo Jürgens, „California Dreaming“ von „The Mamas and the Papas“, Roger Cicero, Cindy Lauper, R. Kelly oder „Herz über Kopf“ von Joris. Erstmals war beim Konzert anlässlich des 20-jährigen Bestehens der „Hedwigkids“ auch deren inzwischen dritte CD „1997 – 2017 … läuft!“ erhältlich.

Der Titel kommt nicht von ungefähr, schließlich sei das die Philosophie des Chores: „Mit dieser Philosophie ist das Leben fröhlich, unbeschwert, leicht, zuversichtlich, dankbar, unvoreingenommen, unkompliziert und einfach“, erklärt Gudrun Ditgens. „Sobald das Kirchentor zur Probe durchschritten wird, sind die Sorgen und Nöte der Welt draußen vergessen.“ Die Chorarbeit sei schließlich auch soziale Arbeit und Therapie. „Die Leitung der ,Hedwigkids’ erfüllt mich mit Freude, Glück und einer großen Dankbarkeit“, erklärt Gudrun Ditgens. „Durch sie erfahre ich alle Emotionen, die das Leben hergibt.“

Aus diesem Grund wird es den Chor wohl noch viele Jahre geben: „Die ,Hedwigkids’ sind Empathie und Spaß pur, hier lernt jeder fürs Leben, auch wir Erwachsenen.“