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09.05.2017, 13.17 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Damit der Strom fließt: 4,5 Millionen Euro für Umspannwerk

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Dr. Dirk Aschenbrenner (li.) und Jürgen Wagner (mi.) von der WSW Netz GmbH sowie Projektleiter Thorsten Bruck stellten das Hahnerberger Millionen-Projekt vor. -Foto: Meinhard Koke

Erneuerung der Gasleitung, Bau der Fernwärmetrasseund, und, und – die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben viel zu tun im CW-Land. Und nun hat eine weitere Großmaßnahme begonnen: die Arbeiten zum Umbau des Umspannwerkes Süd. Stolze 4,5 Millionen Euro kostet die Modernisierung des Werkes zwischen Cronenberger und Küllenhahner Straße, ein Drittel davon übernimmt die WSW-Tochter Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG). Sie legt ihre eigene Schaltanlage auf Korzert, die ebenfalls technisch veraltet ist, still und wird sich an das erneuerte Umspannwerk an der Kreuzung Hahnerberg anschließen.

Die Anwohner sollen kaum etwas von der Erneuerung mitbekommen – die Arbeiten werden sich überwiegend im Inneren des Umspannwerks abspielen. Im Gegenteil sogar: Nach der Modernisierung werden die bisherigen Lärmbelästigungen für die Nachbarschaft beim Umschalten deutlich geringer sein, versprechen die Verantwortlichen der WSW.

Umspannwerk versorgt etwa 36.000 Menschen im CW-Land

Die Schnittstelle zwischen dem Hochspannungsnetz mit 110.000 Volt (110 kV) und dem Mittelspannungsnetz der WSW ist eines von 13 Umspannwerken in Wuppertal. Das Umspannwerk Süd versorgt Privathaushalte und Gewerbekunden im CW-Land mit Energie, das Einzugsgebiet der Anlage an der Cronenberger Straße umfasst etwa 36.000 Menschen und damit rund elf Prozent der Wuppertaler Bevölkerung.

Nach 45 Betriebsjahren hat die Schaltanlage das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht, ebenso wie zuvor in Ronsdorf ist daher die Erneuerung des Cronenberger Umspannwerkes zwingend erforderlich. Dadurch dass die neuen 110-kV-Schaltanlagen deutlich weniger Platz brauchen, können künftig sieben 110-kV-Leistungsschalter am Hahnerberg untergebracht werden – „dadurch erhöht sich auch die Versorgungszuverlässigkeit der in Cronenberg angeschlossenen Kunden“, versprechen die WSW.

Der Umbau wird etwa ein Jahr dauern, ab Anfang 2018 muss dann eine neue Kabelverbindung zum Umspannwerk nach Ronsdorf sowie zur AWG gelegt werden. Hierzu werden die WSW im Frühjahr 2018 entlang der Hahnerberger Straße bis hinein in den oberen Hipkendahl eine Kabeltrasse verlegen. Das soll aber die einzige Beeinträchtigung im Zusammenhang mit der Millionen-Modernisierung bleiben.