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11.05.2017, 15.53 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

FBR & Stahlwille: „Die Kooperation ist eine Win-Win-Situation…“

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Bekräftigten die Kooperation im Stahlwille-Kontor mit ihren Unterschriften: Wille-Geschäftsführer Peter Metlicki (2.v.r.) und Personalleiter Rolf Schuller (li.) sowie Ausbildungsleiter Peter Backhaus von der Firma Stahlwille sowie FBR-Leiter Hartmut Eulner (mi.) und FBR-Koordinatorin Birgit Emde. -Foto: Meinhard Koke

Hartmut Eulner schwelgte in Superlativen: „Das ist die intensivste Kooperation, die beste und die nachhaltigste unserer Schule“, lobte der Leiter der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR). Damit gemeint war die Kooperation, welche die Küllenhahner Realschule bereits seit dem Jahr 2008 mit der Firma Stahlwille unterhält.

Wille-Geschäftsführer Peter Metlicki und Personalleiter Rolf Schuller sowie Peter Backhaus, Ausbildungsleiter von Stahlwille, hörten die Worte sicherlich gern – nach fast zehn Jahren ein solches Bekenntnis, das will schon was heißen. Die Kooperation scheint zu laufen, insofern war der „Akt“, der Anlass für die Lobeshymne des FBR-Leiters war, keine Überraschung: Im schicken Kontor von Stahlwille bekräftigten das Cronenberger Unternehmen und die Küllenhahner Realschule mit ihren Unterschriften den Vertrag.

Dieser wurde zwar modifiziert, die Inhalte der Zusammenarbeit sind jedoch dieselben: Unter der Leitung von Ausbildungsleiter Peter Backhaus bietet Stahlwille für Schüler der FBR regelmäßig Betriebsbesichtigungen sowie Praktika an, in halbjährlichen Arbeitsgemeinschaften können die Realschüler der Stufen 8 und 9 in der Ausbildungswerkstatt an der Lindenallee Projekt-Werkstücke bauen, nicht zuletzt zählen auch Bewerbungstrainings zum Portfolio der Kooperation.

Peter Metlicki und Rolf Schuller bekräftigten die Zusammenarbeit gerne. Zwar hat Stahlwille keine Probleme, seine jährlich etwa acht Ausbildungsplätze zu besetzen. Allerdings ist sich auch der über 150 Jahre alte Werkzeug-Hersteller, der allein an der Lindenallee rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, bewusst, dass der Nachwuchs weniger an die Werkbank, sondern verstärkt in die Uni-Hörsäle drängt.

„Der Ausbildungsmarkt wird enger, da macht es Sinn, mögliche Bewerber schon vorab kennen zu lernen“, betonten der Wille-Geschäftsführer und der Personalchef: „Die Kooperation ist für die Realschule und uns eine Win-Win-Situation.“ Dazu passt: Zwei Realschüler sind über die Arbeitsgemeinschaft, welche Peter Backhaus für Stahlwille und Birgit Emde seitens der FBR betreuen, schon an Ausbildungsplätze bei Stahlwille gekommen – und die sind nicht nur begehrt, sie bieten auch Aufstiegsmöglichkeiten sogar bis zu einem Studium…