Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

23.05.2017, 19.42 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

In den Startlöchern: Neuer „Dörpi“ für den Bürgerbus-Verein

Artikelfoto

Der Bürgerbus-Vorstand zeigt sich zuversichtlich: Bianca Holstein, Andreas Holstein, Uwe Jockel, Michael Höffer, Wolfgang Wallat und Gabi Dedanwala. -Foto: Matthias Müller

Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Dörper Bus“ betonte Vorsitzender Andreas Holstein zufrieden im Pfarrsaal Hl. Ewalde, dass die Mitgliederzahl stabil sei. Auch die Fahrgastzahlen waren mit 8.000 im Jahr 2016 solide. Verärgert zeigte sich Holstein jedoch darüber, dass auch im letzten Jahr die Unterstützung des Cronenberger Einzelhandels ausgeblieben sei. Auch die Werbung per Monitor im Bürgerbus werde immer noch nicht genutzt. „Sind 30 Euro im Quartal zu teuer?“, fragte Holstein enttäuscht.

Doch der Bürgerbus-Chef verteilte auch Lob: Bei „Policks Backstube“ bekommen die Fahrer nach wie vor in jeder Schicht ein kostenloses Frühstück, wofür sich die „Dörpi“ Fahrer herzlich bedankten. Bei den Vorstandswahlen gab  Wolfgang Wallat seine Position als Schriftführer an Nachfolgerin Gabi Dedanwala weiter. Sonst blieb der Vorstand wie bisher im Amt. Ganz oben auf der Agenda steht für den Verein, dass voraussichtlich im August der alte Mercedes-Bus durch einen neuen Sprinter ersetzt werden kann. Der erste „Dörpi“ hat in sieben Jahren immerhin rund 300.000 Kilometer durch Cronenberg zurückgelegt.

Toll! Sponsoren finanzieren Großteil des neuen „Dörpi“

Bei den Preisverhandlungen für den neuen Bus, der über Sitz- und Scheibenheizung sowie einen Rollatorplatz verfügen wird, haben die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) kräftig mitgeholfen. Die Finanzierung des Neuen ist gesichert: Der Sprinter soll ohne öffentliche Mittel auskommen, Sponsoren   leisten den größten Teil der Anschaffungssumme. Auch der Verkauf des alten Bürgerbusses trägt zur Kostendeckung bei.

Andreas Holstein verriet, dass dieser Bus  „abgeschminkt“, also von der Werbung befreit, zum Wohnmobil umgebaut werde – der erste Bürgerbus bekommt also ein zweites „Leben“.  Während dieser Bus also „privatisiert“ wird, bleibt der Renault als Zweitbus natürlich im Dienst, betonte Bürgerbus-Chef Holstein.

Bitte melden: Ehrenamtliche Bürgerbus-Fahrer gesucht

Apropos: Einmal mehr rief Andreas Holstein auch dazu auf, sich als Busfahrer für den Bürgerbus-Verein zu engagieren – der Verein sucht nach wie vor neue Ehrenamtler, die sich ans Bürgerbus-Steuer setzen. Gerne dürfen es auch Fahrerinnen sein… Weitere Infos und Kontaktdaten zum Bürgerbus-Verein gibt es im Internet unter der Adresse www.doerper-bus.de.