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07.11.2017, 16.29 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Carl-Schurz-Straße: „SunPass“-Zertifikat für Südstadt-Kita

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Kita-Leiterin Sabine Engel (li.) bei der Übergabe des SunPass-Zertifikates mit Eltern und Kindern der Tageseinrichtung Carl-Schurz-Straße sowie Vertretern der SunPass-Initiative in NRW. -Foto: Meinhard Koke

Im Sommer 2017 sehnte sich so mancher Daheimgebliebene nach mehr Sonne. Aus Hautärzte-Sicht war der Schmuddel-Sommer aber eher eine Wonne-Jahreszeit: Wie Prof. Dr. Eggert Stockfleth erläuterte, war der Sommer eben dadurch, dass die Sonne nur selten vom Himmel brannte, nämlich ein gesunder.

Von wegen also, die sonnenverwöhnten Australier haben’s besser als wir regengeplagten Bergischen: Die Bewohner von „Down Under“ stehen im weltweiten Hautkrebs-Ranking ganz oben, wusste der Direktor der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum und Präsident der „Europäischen Hautkrebs-Stiftung“ zu berichten. Dass die Städtische Kindertagesstätte Carl-Schurz-Straße der Ort der mahnenden Worte war, verwunderte nur auf den ersten Blick. Denn die Südstädter Kita war eine von fünf Kindertagesstätten, die mit dem „SunPass-Zertifikat“ ausgezeichnet wurden.

Sonnenschutz-Beauftragte wachen über Hautkrebs-Prävention

Damit wurden Leiterin Sabine Engel und ihr Team für ihre erfolgreiche Teilnahme an der gemeinsamen Aktion der Krebsgesellschaft NRW und der Krankenkasse ikk classic geehrt. Im Rahmen der Aktion hatten die Erzieher der Südstädter Kita ihre Kinder, aber auch deren Eltern seit März im gesundheitsbewussten Umgang mit der Sonne geschult. Dazu gehörte nicht nur das Auftragen von Schutz-Cremes und Aufsetzen von Schutzkappen, wenn über dem Außenspielgelände der Carl-Schurz-Straße die Sonne lachte. Auch war es nicht mit dem Besuch eines „Sonnenschutz-Teams“ sowie (spielerischen) Schulungen zur Hautkrebs-Prävention getan.

In der Carl-Schurz-Straße wurde auch eine Sonnenschutz-Vereinbarung getroffen, in der verschiedenste Maßnahmen und Aktivitäten zum gesunden Umgang mit der Sonne festgelegt wurden, so auch, dass die stärkste Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit gemieden wird. Zudem wurde eine Sonnenschutz-Beauftragte benannt und gleich am Eingang der Kita eine Sonnenschutz-Tafel angebracht, die – neben viel Information – den zu erwartenden UV-Index für den Tag anzeigt.

„Richtiger Hautschutz noch nicht bei allen bekannt…“

In der ersten Zeit seien die Kita-Flure oder auch die Anziehsachen der Kinder zwar mit Sonnencreme-Klecksen übersät gewesen, lacht Kita-Leiterin Sabine Engel. Mittlerweile aber hätten die Kinder gelernt, sich richtig einzucremen und gesund mit der Sonne umzugehen. Und: „Auch ich habe viel dabei gelernt“, gab die Südstädter Kita-Leiterin ehrlich zu. Wie wichtig das ist, zeigte auch Dr. Margret Schrader auf: Junge Kinder-Haut, so unterstrich die Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft NRW, sei besonders dünn und habe dadurch nur einen sehr geringen natürlichen Eigenschutz.

Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöhe daher das Risiko, im Laufe des weiteren Lebens an Hautkrebs zu erkranken. Zumal Hautkrebs-Erkrankungen auf dem Vormarsch seien, benannte es Margret Schrader als umso wichtiger, schon frühzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne zu schulen. „Es wissen noch nicht alle, was richtiger Hautschutz bedeutet“, dankte die Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft den fünf Wuppertaler Kitas für ihre Beteiligung und bekräftigte zugleich, dass die „SunPass“-Aktion fortgeführt werde.

Kitas, die an der Aktion 2018 teilnehmen und das „SunPass“-Siegel erwerben möchten, können sich übrigens bereits jetzt via Internet unter www.krebsgesellschaft-nrw.de anmelden – die Teilnahme ist kostenlos.