Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

22.11.2017, 16.15 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Rolls-Royce-Käufer gekidnappt? Festnahme auf der „Crone“

Artikelfoto

Im Nachgang des Verkaufs eines Rolls-Royce kam es Ende September in den Niederlanden zu (handfesten) Meinungsverschiedenheiten: Rund 26.000 Euro waren es, so berichtet Oberstaatsanwalt Mathias Proyer von der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf gegenüber der CW, die ein 30-jähriger Südstädter noch von dem Käufer des Nobelautos, einem 45-jährigen Holländer aus dem Städtchen Tegelen bei Venlo, haben wollte.

Als es bei einem Treffen keine Eingung gab, soll der Südstädter gewaltätig geworden sein: Er habe den holländischen Käufer kurzerhand gekidnapt und sei mit ihm nach Wuppertal gefahren. Schnell wurde der 45-Jährige aber offenbar wieder freigelassen: Am frühen Morgen des nächsten Tages erstattete das holländische Opfer jedenfalls daheim Anzeige bei der Polizei. Nachdem die dortigen Behörden ein Auslieferungsersuchen gestellt hatten, klickten nun am gestrigen Dienstag, 21. November 2017, die Handschellen.

Der mutmaßliche Kidnapper wurde im Rahmen des niederländischen Rechtshilfeersuchens gegen 15.30 Uhr an der Cronenberger Straße in einem Pkw festgenommen. Bei dem Zugriff, so erläutert Polizei-Sprecher Christian Wirtz, zersplitterten Scheiben des Autos, sodass sich der Tatverdächtige leichte Verletzungen zuzog. Neben seiner Wohnung an der „Crone“ wurden in einem groß angelegten Polizei-Einsatz auch noch eine weitere Wohnungen und ein Bürocontainer in Wuppertal und Solingen durchsucht.

Gegen den 30-Jährigen, einem in Deutschland geborenen Mann mit syrischem Pass, wurde eine richterliche Festhalteanordung erlassen. Bis das Oberlandesgericht über seine Auslieferung an die Niederlande entschieden hat, bleibt der Südstädter in Haft.