09.01.2018, 17.58 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Stadtwerke: Das Korzerter Windrad erzeugt „Tal.Markt“-Ökostrom

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Das Cronenberger Windrad im Schatten des Müllheizkraftwerkes Korzert oberhalb des Nöllenhammer Bachtales. -Foto: Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal

Nicht mit einer Superlative sparen die Wuppertaler Stadtwerke (WSW): In der Silvester-Nacht erlebte die Stadt eine „Weltpremiere“, heißt es in einer WSW-Meldung. Gemeint ist der „Tal.Markt“, mit dem seit der Neujahrsnacht der weltweit erste „Blockchain-basierte Handelsplatz“ für Ökostrom eines kommunalen Energieversorgers abrufbar ist.

Auf „Tal.Markt“ können Kunden ihren Strom bei Ökostrom-Anbietern aus Wuppertal erwerben und ihren Energie-Mix so selbst zusammenstellen. Zum Anbieter-Pool zählt dabei auch die Genossenschaft „Bürgerwind Cronenberg“, die in der Nähe des Müll-Heizkraftwerkes Korzert seit dem Jahr 2002 eine Windkraft-Anlage betreibt. Zudem gehören die Solaranlage der Wuppertaler Firma Jenniges, regenerative Anlagen der WSW sowie eine Wasserturbine an der Herbringhauser Talsperre dazu.

„Zur Premiere starten wir ganz bewusst nur mit Energieproduzenten aus Wuppertal und dem Bergischen Land“, betont Andreas Brinkmann, Leiter des WSW-Privatkundenvertriebs: „Bergischer Strom für Wuppertaler Kunden.“ Kunden und auch Windpark-Betreiber aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz haben allerdings bereits ihr Interesse an der Teilnahme am „Tal.Markt“ signalisiert.

Bei „Tal.Markt“-Kunden werden sogenannte intelligente Stromzähler installiert. Die Kosten für Zähler und Einbau übernehmen die WSW. In der Silvesternacht gingen zunächst einige Dutzend Kunden ans „Tal.Markt“-Netz, darunter als prominentester Nutzer auch Oberbürgermeister Andreas Mucke. Seit die WSW Ende November den Ökostrom-Markt vorstellten, verzeichnete die Domain www.wsw-talmarkt.de bereits über 20.000 Seitenabrufe.

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