Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

15.02.2018, 17.33 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Manuelskotten: Mit dem Drohnenboot gegen den Schlamm

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Raschel Georges und Marvin Flormann von der Technischen Hochschule Georg Agricola in Bochum führten Vermessungsarbeiten am Manuelskotten mit einem Drohnenboot durch. – Foto: Marcus Müller

Einige Spaziergänger, die am Manuelskotten im Kaltenbachtal vorbeikamen, rieben sich sichtlich verdutzt die Augen. Dass ab und zu mal das eine oder andere Modellboot auf dem Stauteich am letzten mit Wasser betriebenen Schleifkotten Wuppertals fahren gelassen wird, ist nichts Neues. Das Boot, welches allerdings Ende Januar 2018 seine Kreise über das Wasser drehte, hatte sogar noch einen „Anhänger“. Am Rand standen zwei Personen, die auf ihren Computer-Tablets die Runden genau überwachten.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes führten Ingenieure der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) aus Bochum unter der Leitung von Professor Dr. Albert Daniels einige Vermessungsarbeiten am Manuelskotten-Teich für die Stadtverwaltung Wuppertal durch. „Die Vermessungsarbeit soll eine möglichst genaue Bodenaufnahme des Teichgrundes erstellen, um den Erfolg oder Nichterfolg einer flächigen Sauerstoffbehandlung des Teichgrundes zur Reduzierung des Schlammes zu überprüfen“, berichtete Raschel Georges, Doktorandin im Wissenschaftsbereich Georessourcen und Verfahrenstechnik, gegenüber der CW von den Vermessungen.

Am Manuelskotten getestet, bald in aller Welt eingesetzt?
Am Institut der THGA werden derzeit spezielle Drohnenboote zur automatischen Vermessung von Unterwasserlagerstätten entwickelt. Diese Boote sollen zukünftig dazu eingesetzt werden, im Umfeld von schwimmenden Gewinnungsanlagen den Seeuntergrund permanent zu vermessen. Die Informationen dieser Vermessung werden schließlich dazu dienen, mehr Kies aus Lagerstätten gewinnen zu können: „Das schont die natürlichen Ressourcen“, erklärt Doktorandin Raschel Georges.

Ebenso kann diese Technologie zukünftig – wie am Manuelskotten im Kaltenbachtal – vielleicht auch zur automatischen Erfassung und Überwachung von Sedimentablagerungen in Badeseen oder in Hochwasserschutzgewässern eingesetzt werden.