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07.03.2018, 10.09 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

RSC-Löwen: „Happy-End“ im Krimi gegen Altmeister Walsum

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Jordi Molet in Aktion. Der RSC-Routinier hatte einen Sahnetag erwischt und trug vier Treffer zum Löwen-Sieg gegen die RESG Walsum bei. -Foto: Odette Karbach

Wer gestern Abend, 6. März 2018, nicht die Champions-League-Partie Paris gegen Real schaute, sondern in die Alfred-Henckels-Halle zum Rollhockey-Klassiker RSC Cronenberg gegen die RESG Walsum pilgerte, wurde belohnt: An der Ringstraße waren eine packende Partie und jede Menge Tore zu erleben.

Den besseren Start erwischte der wiedererstarkte Altmeister: Mit einem Doppelschlag (10./13.) gingen die Duisburger mit 2:0 in Führung. Der RSC schüttelte sich und kämpfte – mit Erfolg: Zunächst besorgte Otto Platz in der 21. Minute das 1:2, drei Minuten später verwandelte Spielertrainer Jordi Molet den fälligen Strafstoß nach Blau für Walsum zum Ausgleich. Nachdem es mit dem Unentschieden auch in die Kabinen gegangen war, zeigten sich die Walsumer bereits kurz nach Wiederanpfiff hellwach: In der 26. Minute gingen die Gäste wieder in Führung.

Doch die Dörper Hausherren steckten auch den erneuten Rückstand weg: In der 30. Minute glich Jordi Molet nach der nächsten blauen Karte gegen die RESG zum 3:3 aus. Während Löwen-Keeper Fynn Hilbertz dann nach Blau gegen Benjamin Nusch und dem 10. RSC-Teamfoul den Gleichstand festhielt, musste er sich in der 38. Minute zum 3:4 geschlagen geben. In den letzten zehn Minuten wurde es dann richtig dramatisch: Zunächst in der 42. Minute legten die Gäste das 3:5 vor, doch erneut Jordi Molet hatte die passende Antwort parat.

Nach der nächsten blauen Karte gegen Walsum verwandelte Molet den fälligen Direkten in der 44. Minute zum 4:5. Nur eine Minute dann Jubel in der Löwen-Höhle: RSC-Kapitän Kay Hövelmann besorgte den erneuten Ausgleich für die Hausherren (46.). Doch der Jubel hielt nur drei Minuten: In der letzten Spielminute legten die Duisburger wieder zum 5:6 vor. Damit war die packende Partie aber noch immer nicht gelaufen. Zunächst hielt RSC-Keeper Hilbertz nach dem 15. RSC-Teamfoul den fälligen Strafstoß, dann durfte Jordi Molet zum Sechser antreten.

Und auch diesmal behielt der Löwen-Routinier die Nerven: Zehn Sekunden vor Schluss netzte Molet zum 6:6 ein – Verlängerung. Obwohl die Löwen hier nach Blau für Benni Nusch in Unterzahl beginnen mussten, hielten sie ihren Kasten sauber. Dann unterstrich Löwen-Keeper Fynn Hilbertz seine starke Vorstellung: Nach dem 20. Teamfoul parierte er den fälligen Strafstoß. Dafür klingelte es in der 59. Minute im RESG-Kasten: Das 7:6 durch RSC-Kapitän Kay Hövelmann ließen sich die Cronenberger in den letzten zehn Sekunden nicht mehr entreißen – mit zwei Punkten belohnten sich die Löwen für ein Top-Spiel, Tabellenvierter Walsum nahm einen Punkt mit.

Die Grün-Weißen müssen nun am kommenden Samstagabend (18 Uhr) beim HSV Krefeld antreten.
 Von der Tabelle her scheint der Auswärtsgang eine machbare Aufgabe, denn die Seidenstädter rangieren nur auf Platz 10 in der Bundesliga-Tabelle.