10.01.2019, 13.50 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Vom Saulus zum Paulus“: Ex-„Schurke“ Josef Müller plauderte…

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Backt auch in seinem „neuen“ Leben keine kleinen Brötchen: Josef Müller, der sich selbst als „ziemlich bester Schurke“ beschreibt, bei seinem Auftritt in der Cronenberger Versöhnungskirche am Eich. -Foto: Matthias Müller

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Cronenberg hatte im letzten „Café Eich“ eine schillernde Persönlichkeit zu Gast: Josef Müller kam in die Versöhnungskirche am Eich. Der ehemalige Steuerberater aus dem bayerischen Fürstenfeldbruck verunglückte schon als Jugendlicher schwer mit dem Auto, sodass er seitdem an den Rollstuhl gefesselt ist.

Das hielt Müller aber nicht davon ab, mit Millionen zu jonglieren. Der heute 63-Jährige lebte in Saus und Braus, war aber dennoch nicht glücklich. Er geriet an Drogendealer und Waffenhändler, machte sich zu deren Handlanger und wurde schließlich zum Millionen-Betrüger: Müller verzockte 40 Millionen von Anlegern und wurde sowohl von Verbrechern wie vom FBI gejagt. In dieser Zeit wollte er sich sogar umbringen, Müller stellte sich aber dann doch der Polizei, sodass er schließlich im Gefängnis landete.

Hier wurde er nach eigenen Worten endlich von Gott gefunden: Obwohl katholisch, studierte Müller im Gefängnis vier Jahre lang evangelische Theologie. „Ich kam ins Gefängnis und fand dort zur Bibel“, so der geläuterte Lebemann und Millionen-Betrüger. Seine Geschichte hat der Bayer in den vergangenen Jahren in seinen Büchern und in über 20 TV-Sendungen erzählt. Über sein bewegtes Leben und seinen Weg zum Glauben berichtet Josef Müller zudem in Vorträgen, Lesungen und Interviews in Deutschland wie im gesamten deutschsprachigen Raum.

Auch der Abend mit ihm am Eich bewies, Josef Müller könnte tagelang erzählen, man würde ihm trotzdem zuhören. Der Anzugträger mit Stil und bayerischem Akzent bekannte sich auch vor den vielen Gästen in Cronenberg offen zur Armut. Das aber mache ihm nichts aus, denn Jesus sei nun für ihn da – wie für alle Menschen, die ihn suchen, so Müllers Credo und unumstößliche Lebensbotschaft…

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