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19.07.2019, 16.21 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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War die Mondlandung ein „Fake“? Michael Winkhaus klärte auf

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Astronom Michael Winkhaus, Lehrer des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums und Initiator der Schülersternwarte des CFG, konnte rund 60 Zuhörer im Rahmen der Veranstaltung „Offener Abend“ mit seinen Argumenten zur Mond-Landung überzeugen. | Foto: Matthias Müller

Vor 50 Jahren, am 20. Juli 1969, landete die Apollo-11-Rakete mit Michael Collins, Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond – mit Armstrong und Aldrin betraten erstmals Menschen einen anderen Himmelskörper. „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit“, lautet der legendäre Satz, den Neil Armstrong beim Betreten des Erdtrabanten sagte – und zudem war es der Sieg der USA im Weltraum-Wettlauf mit der damaligen Sowjetunion.

Ein halbes Jahrhundert ist das nun her, ebenso lange ranken sich Theorien um das historische Datum: War die Mond-Landung eine Fälschung? Für Michael Winkhaus, den Wissenschaftler und Lehrer des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG), ist das allerdings keine Frage. Im Rahmen der Reihe „Offene Abende“ der Johanneskirchen-Gemeinde befasste sich der Initiator der Schülersternwarte des CFG nicht nur mit dem Jahrestag. Winkhaus nahm auch zu den „Fake“-Vorwürfen Stellung, die Mond-Landung sei in Hollywood in einem Filmstudio nachgestellt worden.

Schwerelosigkeit im Hollywood-Studio? „Ist nicht machbar…!“

Und? Winkhaus widerlegte die Verschwörungstheorien ganz wissenschaftlich. So die Behauptung, auf dem Mond ohne Atmosphäre hätte die amerikanische Fahne geweht. „Nein“, sagte der CFG-Astronom dazu: „Sie hat nicht geweht, sondern geschwungen.“ Auch zu der unterschiedlichen Schatten-Bildung auf dem Mond konnte der Fachmann aufklären. Selbst Staub fliege in einem luftleeren Raum anders als bei uns auf der Erde: „Niemals könnte man die Luft aus einem Film-Studio so entfernen, um dieses Ergebnis künstlich nachzustellen“, erklärte Michael Winkhaus.

Die „Mär“ einer Studio-Aufnahme unterstützt auch hartnäckig der Umstand, dass auf den Aufnahmen vom Mond keine Sterne zu sehen sind. Das liege eindeutig an der Belichtung der Aufnahmen, erläuterte Experte Winkhaus: Schüler des CFG hätten das nachgestellt und den gleichen Effekt erzielt: Sterne am Nachthimmel seien auf Fotos nur zu sehen, wenn man länger belichtet. Aber dann sei das Objekt eben überbelichtet und nicht mehr vor dem Hintergrund zu erkennen.

Das Fazit des Abends zu dem morgigen Jahrestag: Alles, was an Verschwörungstheorien rund um die Mond-Landung durch die vergangenen fünf Jahrzehnte wabert, sei wissenschaftlich widerlegbar. Nach zwei Stunden war allen Zuhörern klar: Das Apollo-11-Projekt, welches nach heutiger Berechnung etwa 150 Milliarden Dollar kostete und ein 400.000 Mitarbeiter starkes Team erforderte, war kein Fake. Die rund 600 Millionen Zuschauer, die am 20. Juli 1969 weltweit an den Bildschirmen saßen, sahen also keine „Sience Fiction“-Sendung, sondern „Reality“-Fernsehen, nämlich die wirkliche Landung auf dem Mond…

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