Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

23.07.2019, 15.35 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Polizei warnt: Betrug durch falsche Microsoft-Mitarbeiter

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Am vergangenen Wochenende, 19. bis 21. Juli 2019, verzeichnete die Wuppertaler Polizei ein gehäuftes Auftreten von Betrügereien, bei denen die Opfer von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter angerufen werden. Die Betrüger behaupten am Telefon meist in englischer Sprache, dass der Computer der Angerufenen von Schadsoftware befallen sei und fordern dazu auf, ein Programm herunterzuladen oder Zugriff auf den Computer zu gewähren.

Dadurch erhalten die Täter allerdings Zugriff auf das System. Die Betrüger erzeugen Fehlermeldungen, die angeblich durch den Erwerb von Upgrade-Paketen behoben werden können oder sie behaupten, dass die Lizenz abgelaufen sei und eine neue erworben werden müsse. Dazu fordern die Täter die Geschädigten auf, Kreditkarten-Daten einzugeben und versuchen zusätzlich Geld durch die Überweisung über einen Finanzdienstleister zu erhalten.

Schöpfen die Angerufenen Verdacht, verändern die Täter zum Beispiel Login-Parameter, um mehr Druck zu erzeugen. So denkt der Betroffene, er könne seinen Rechner nicht mehr benutzen. Teilweise wird der Computer komplett gesperrt.

Die Polizei rät, die Telefonate sofort zu beenden und keinesfalls einen Zugriff auf den eigenen PC zu gewähren. Wurde bereits ein Programm auf dem Rechner installiert, sollte das Gerät vom Netz getrennt und von einem Experten untersucht werden. Wurden Kreditkartendaten bekanntgegeben, sollte die Karte gesperrt und umgehend Anzeige erstattet werden.