Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

13.11.2019, 10.07 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Obrams-Stammtisch: Drei Stunden im Dialekt so bunt wie das Dorp

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Auch dieses Mal sorgte der Stammtisch der Dörper Plattkaler-Gilde „De Obrams“ dafür, dass im „Café Born im Hause vom Cleff“ kein Plätzchen mehr frei war… | Foto: Matthias Müller

An diesem Oktober-Samstag 2019 platzte das „Café Born“ am Schorfer Platz mal wieder aus allen Nähten: Die Dörper Plattkaller „De Obrams“ luden zum Stammtisch, als Harald Biedebach dabei pünktlich um 17 Uhr die Glocke schwang, sangen alle: „In Cronenberg wird Platt gekallt!“.

Was folgte waren 19 Vorträge, die allesamt so bunt waren, wie das Dorp eben ist. Ingeborg Alker eröffnete mit „Noah“, einer Geschichte, die sich darum rankte, was wohl passierte, wenn noch einmal eine Arche gebaut würde. Quintessenz: Die heutige Bürokratie könnte selbst ein biblisches Vorhaben ins Wanken bringen… Nachdem Alker über Irdisches wie Frauen und Fußball sinniert hatte, entführte Iris Koch nach Kuchhausen und zum Dohr sowie zum alten Meier und dessen wöchtenlichem Programm.

Im Anschluss erzählte sie die Geschichte ihres Vaters, bevor Fritz Putsch den Staffelstab übernahm und vom Rollmops und vom Küllenhahn „vertällte“. Manfred Stader derweil hatte die Geschichte vom Stöckchen ausgraben, das erst zu lang und dann zu kurz war, während Brigitte Otto mit „Dönekes“ vom Kael und vom Kai aufwartete sowie von Hulda berichtete, welche in der Schule kein Platt verstand.

Kai Müller „schwadronnierte“ anschließend zu „Stolze Werbung“, über den Geburtstag und einen Gang über die „Dörper Kermes“. Unterhaltsam war es auch, dass Wera Picard-Putsch zweisprachig aufwuchs und dass Heinrich Riemann seinen ersten Besuch beim Zahnarzt und seine Uroma Ida nicht vergessen hat. Edwin Markert steuerte derweil einen „Traum“ und die Geschichte von zwei Schwestern zu dem Abend im Zeichen des Dörper Dialekts bei, während Frank Jöker launig über eine Diät berichtete.

Bei so vielen bunten Beiträgen und „lecker“ Essen vergingen die rund drei Stunden, trotz der Enge im Café Born, wie im Fluge. Als das Schlusslied „Wenn die Sonn‘ still versinkt“ erklang, war sie dann draußen auch längst untergegangen…