Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

23.03.2020, 14.00 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Stadt-Kontrollen: Zunehmend Vernunft, aber noch immer Verstöße

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Betreten verboten – so soll es im Zuge der Corona-Krise sein, so war es am Wochenende aber (leider) nicht überall auf den Wuppertaler Spielplätzen. | Foto: Meinhard Koke

Wie die Stadt auf ihrer heutigen Montags-Pressekonferenz verlautbarte, wirken die zwischenzeitlich erlassenen Verfügungen des Landes und der Stadt auch im Stadtgebiet zunehmend: „Es ist zwar noch nicht bei allen durchgedrungen, aber wir merken, die Bürger halten sich ganz überwiegend und zunehmend an die Beschränkungen“, so Stadt-Sperecherin Ulrike Schmidt-Keßler zur CW.

Obwohl die Wuppertaler also offenbar vernünftiger und vorsichtiger sind: Bei Kontrollen am Wochenende musste das Ordnungsamt einige Male einschreiten. So mussten wegen diverser Verstöße sogar 30 Strafanzeigen geschrieben werden. Beispiel: Allein am vergangenen Samstag führte das Ordnungsamt nach Angaben der Stadt 23 Kontrollen in Bezug auf die Schließungsverfügungen durch – zwölf Verstöße wurden dabei geahndet.

Bei Zweitkontrollen, so berichtet Stadt-Sprecherin Ulrike Schmidt-Keßler, gab es sogar vereinzelte Gewerbetreibende, die – trotz vorheriger Anordnung – ihre Betriebe erneut öffneten. Im drastischsten Fall wurden diese versiegelt – wer sich selbst daran nicht hält und ein Siegel bricht, riskiert drakonische Strafen, betont Ulrike Schmidt-Keßler.

Bei insgesamt 24 allgemeinen Kontrollen, wie zum Beispiel in Parkanlagen oder auf Bolzplätzen in der Stadt, stellte das Ordnungsamt 19 Verstöße fest. Hierbei saßen Menschen etwa in Gruppen auf der Hardt beeinander oder hatten sich zu kurzfristig angesetzten Hobby-Fußballturnieren getroffen – alles aktuell nicht gestattet. Überdies wurden 31 Spielplätze in der Stadt kontrolliert – hier gab es 23 Beanstandungen.