Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

06.05.2020, 12.15 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Besuchs-Lockerungen: Altenheime bereiten sich auf Muttertag vor

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Das städtische Altenheim Cronenberg an der Herichhauser Straße. | Foto: Meinhard Koke

Am gestrigen Dienstag, 5. Mai 2020, gab NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann passend zum Muttertag bekannt, dass ab Sonntag, 10. Mai, wieder Besuche in Alters- und Pflegeheimen sowie in Behinderten-Einrichtungen in NRW möglich sind. Seit 23. März galt für die Einrichtungen ein striktes Besuchsverbot.

Allerdings ist die Lockerung an strenge Auflagen gebunden: So wurde den Einrichtungen auferlegt, Öffnungskonzepte zu erarbeiten. Um zu vermeiden, dass zu viele Angehörige zusammenkommen, sollen die Besuche gesteuert und organisiert werden. Zudem sollen alle Besucher registriert und einem Kurzscreening unterzogen werden. Die Besuche in stationären Pflegeeinrichtungen dürfen überdies nur in separaten Arealen oder in Außenbereich stattfinden. Bettlägerige Personen dürfen in ihrem Zimmer nur in Schutzkleidung besucht werden.

Außerdem sind die Besuche auch auf bis zu zwei Personen pro Raum und auf höchstens zwei Stunden begrenzt. Direkt in ein Zimmer eines Bewohners darf sogar nur ein Besucher. Überdies sieht die Lockerungs-Ankündigung des NRW-Ministers auch vor, dass Behindertenwerkstätten, also auch die Lebenshilfe, schon bald wieder öffnen können.

Altenheime im CW-Land treffen Vorbereitungen

Wie die CW auf Nachfrage erfuhr, haben die Altenheime im CW-Land zwar noch keine offiziellen Informationen zu den Besucher-Lockerungen. Im städtischen Haus am Ehrenmal gibt es aber ohnehin bereits seit Wochen direkte Kontakt-Möglichkeiten über ein präpariertes Fenster im Eingangsbereich. Im evangelischen Altenzentrum am Eich wird der Kontakt von Bürgersteig zu Fenster ebenfalls seit Wochen schon genutzt. Hier denkt man nun über weitere Kontakt-Möglichkeiten in der Cafeteria oder auf der Terrasse nach.

Die Caritas hat zwischenzeitlich mitgeteilt, dass in ihren Altenzentren die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren liefen. Zum Beispiel für die Caritas-Häuser St. Suitbertus und Augustinusstift in der Südstadt wurden Besuchszelte organisiert und Besuchsareale überwiegend in den Außenbereichen geschaffen. Angehörige müssen sich zu den Besuchen grundsätzlich vorab anmelden.

Damit möglichst viele Besuche möglich sein können, hat die Caritas die Zeiten dafür auf 30 Minuten jeweils zwischen 11 und 17 Uhr beschränkt. Trotzdem werde man nicht alle Besuchsbegehren für Sonntag ermöglichen können, heißt es von der Caritas.