Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

29.04.2021, 16.56 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Kochen bis „Clean-up“: Keine öden Ferien mit dem Jugendhaus

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Jugendhaus-Leiterin Frauke Altenberg mit dem, was die erfolgreichen Osterferien-Sammler am „Clean-up-Day“ im Wald gesammelt hatten. | Foto: Matthias Müller

Trotz Lockdowns konnten (Cronenberger) Kinder abwechslungsreiche Osterferien verleben – und zwar mit dem Ferienprogramm des Jugendhauses Cronenberg. Von der Händelerstraße 40 konnten Kinder zwischen sechs und zwölf Jahre zwei Wochen lang zum Beispiel auf eine Stadt-Rallye gehen, Baumscheiben bemalen, Spiele ausleihen oder wurden auch dazu angeregt, ihre schönsten Erlebnisse im Jugendhaus aufzuschreiben.

„Die Kinder konnten sich ebenso mit Bastelpaketen, die im Jugendhaus abzuholen waren, ganz alleine beschäftigen“, berichtet Jugendhaus-Leiterin Frauke Altenberg, dass zum Beispiel ebenso Gemüsepflanzen zu Hause gesetzt werden oder auch bei einem Online-Kochen via Instagram mitgemacht werden konnte. Den Abschluss des Osterferien-Programms bildete dann ein sogenannter „Clean-up-Day“. Auch weil das Müllproblem in den heimischen Wäldern und Parks durch den Lockdown merklich gestiegen ist, waren die Jugendhaus-Kinder zu einer Müll-Sammelaktion aufgerufen.

Zwischen 11 und 16 Uhr durchstreiften elf Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren dabei den Wald zwischen dem Jugendhaus und dem Sportplatz Hauptstraße – über elf Kilogramm Abfall sammelten die „Sauberkinder“ dabei ein und lieferten sie beim Jugendhaus ab. Das habe manches Kind als „sehr anstrengend“, empfunden, berichtet Frauke Altenberg, andere seien auch erstaunt gewesen, dass sich so viel Müll im Wald fand. „Eine tolle Leistung“, freute sich derweil die Jugendhaus-Leiterin über den Einsatz der jungen Müllsammler, die durch den „Clean-up-Day“ auch erfuhren, dass zum Beispiel eine Plastiktüte in der Natur erst in 20 Jahren verrottet, ein Kaffee-to-go-Becher erst in 50 Jahren und eine Plastikflasche sogar bis zu 450 Jahre dafür braucht.

Und wer denkt schon daran, dass jeder einzelne Zigarettenstummel 40 bis 60 Liter Wasser verseuchen kann und somit in den Sondermüll gehört…! „Daher sollten Raucher immer eine kleine Blechdose dabei haben, um Zigarettenstummel anschließend richtig zu entsorgen“, betont Frauke Altenberg – auch das wissen die Jugendhaus-Kinder nun nach den Ferien…!

Mehr Infos zu den Angeboten des Cronenberger Kinder- und Jugendzentrums gibt es online unter jugendhaus-cronenberg.de.