Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

11.05.2021, 11.29 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Jugend präsentiert: Luzie Pfeiffer vom CFG greift nach den Wolken

Artikelfoto

CFG-Schülerin Luzie Pfeiffer, die es ins Bundesfinale von „Jugend präsentiert“ geschafft hat, bei ihrer Präsentation. | Foto: CFG

Nach jeweils erfolgreichen Teilnahmen beim Regionalwettbewerb im Februar und NRW-Landeswettbewerb im April ist Luzie Pfeiffer aus der Jahrgangsstufe Q1 des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) jetzt beim Bundesfinale von „Jugend präsentiert“ in Berlin dabei. Auf dem Weg dorthin – und das ist ein Teil des Gewinns – wird die Schülerin vom 29. Mai bis zum 12. Juni an einer Präsentationsakademie teilnehmen, in der sie von „erstklassigen“ „Jugend präsentiert“-TrainerInnen ganz individuell ausgebildet und für das Finale „fit gemacht“ wird.

Das Thema des Projekts der CFG-Schülerin beschäftigt sich mit einem Phänomen, das heutzutage jeder kennt und deren Schönheit und Variabilität jeden in seinen Bann zieht, aber nur Kinder sich danach zu fragen trauen: Wie entstehen eigentlich Wolken oder auch Kondensstreifen hinter einem Flugzeug? „Wolken entstehen, wenn in der Luft enthaltener, gasförmiger und damit unsichtbarer Wasserdampf zu einer Vielzahl kleiner, meist flüssiger Wassertröpfchen kondensiert, die das Licht stark streuen und dadurch sichtbar werden“, erklärt CFG-Lehrer Michael Winkhaus, der Luzie Pfeiffer bei „Jugend präsentiert“ begleitet. „Diese Kondensation kann aber nur dann stattfinden, wenn sich in der Luft ausreichend Kondensationskeime befinden, an denen sich die Wassertröpfchen praktisch festhalten können.“

Und genau hier setzt die Forschung der Küllenhahner Gymnasiastin an: Was könnten solche Kondensationskeime sein, welche Größe müssen sie haben und unter welchen Bedingungen findet dann eine Kondensation statt? Luzie Pfeiffer hat dazu selber Experimente in einer Wolkenkammer durchgeführt, um diese Bedingungen nachzuspielen und erforschen zu können. Die dem CFG von der Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung zur Verfügung gestellte Wolkenkammer, die von Prof. Dr. Ludger Wös­te (FU Berlin) und Prof. Dr. Thomas Leisner (KIT) zu didaktischen Demonstrationszwecken entwickelt wurde, ist ein luftdichtes und druckstabiles Gefäß mit einem abnehmbaren durchsichtigen Deckel mit einer Innenbeleuchtung aus LEDs, damit man die Vorgänge besser beobachten kann.

Luzie Pfeiffer entdeckte bei ihrer Forschung, dass die Wolken bei erhöhter Kondensationskeim-Anzahl in der Kammer deutlich heller werden und die viel kleineren Wassertröpfchen nicht mehr einzeln zu unterscheiden sind. In unserer Erdatmosphäre bedeutet dies die Fähigkeit von Wolken und Kondensstreifen, Sonnenlicht ins Weltall zurück zu reflektieren. Künstliche oder natürliche Aerosole könnten auf diese Weise eine Abkühlung der Erdtemperatur bewirken – interessante Forschungen zur Wechselwirkung von Klima und Wolkenbildung eröffnen sich hier…!