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17.06.2021, 17.45 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Sonnenfinsternis: Nur partiell, aber dennoch voll im CFG-Fokus

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Natürlich wurde die partielle Sonnenfinsternis am Carl-Fuhlrott-Gymnasium nur mit einem geeigneten Augenschutz ins Visier genommen. Mundschutz war derweil pandemiebedingt Pflicht…! | Foto: Odette Karbach

Sinkende Corona-Zahlen und Top-Wetter – was kann es Schöneres geben. Für Astronomen wie Bernd Koch und Michael Winkhaus machte eine partielle Sonnenfinsternis (SoFi) am Donnerstag vergangener Woche, 11. Juni 2021, den Tag komplett schön.

Aber auch für die Sonnenhungrigen unter uns war die SoFi „eine runde Sache“. Denn: Sie trübte die Sonne nur kaum, wie unschwer feststellbar war. Da Deutschland am Ende des Halbschattens lag, war die Finsternis „nur“ mit einer Bedeckung von circa 20 Prozent zu sehen, erläuterte Lehrer Michael Winkhaus vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) – die Finsternis war nur durch den direkten Blick zur Sonne wahrnehmbar, natürlich nur durch eine spezielle SoFi-Brille beziehungsweise gesicherte Ferngläser oder Teleskope – alles andere wäre brandgefährlich für das Augenlicht!

Da die Finsternis relativ nahe zur Sommersonnenwende (21. Juni) stattfand, verlief der Kernschatten vielmehr über Nordkanada und Grönland, den Nordpol bis nach Russland. Aktuell ist die nördliche Erdachse zur Sonne geneigt und der Mondschatten bewegt sich recht weit nördlich über die Erde. Zudem war der letzte Vollmond am 26. Mai ein sogenannter „Supermond“, da er sich auf seiner leicht elliptischen Umlaufbahn um die Erde am erdnahesten Punkt befand. 14 Tage oder einen halben Umlauf später, befand sich der Mond am SoFi-Tag in seinem erdfernsten Punkt.

Weil er damit zu weit entfernt war, um die Sonnenscheibe ganz zu bedecken, war die SoFi an den Orten des Kernschattens „nur“ ringförmig zu sehen. Dennoch machte das CFG zur SoFi groß Programm: Alle Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 wurde eine eigene Beobachtung ermöglicht. Die CFG-Astronomen Bernd Koch und Michael Winkhaus richteten dazu auf dem West-Schulhof sechs Beobachtungsstationen sowie einen Vortragsraum ein – natürlich wurden auch die sieben Beobachtungsinseln und der Vortragsraum der Schülersternwarte auf dem Süd-Dach genutzt…!