Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

11.08.2021, 19.04 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Jutta Weigler & Quinton Ceasar: „Man sieht sich im Garten…“

Artikelfoto

Wurden würdevoll verabschiedet: PfarrerIn Quinton Ceasar (hintere Reihe rechts) und Jutta Weigler (hinten links) sagten Evangelisch-Cronenberg „Adieu“. | Foto: Matthias Müller

„Wir sind dann mal weg – Gottes Segen bleibt“. Unter dieser Überschrift wurden die evangelischen Pfarrer Quinton Ceasar und Jutta Weigler Mitte Juli 2021 würdevoll mit einem Gottesdienst verabschiedet. Rund 60 Teilnehmer, darunter auch Pater Paul vom katholischen Südhöhen-Pfarrverband, kamen an den neuen Platz neben der Reformierten Kirche und lauschten nicht nur bewegenden Abschiedsworten, sondern auch der Musik mit Martin Ribbe, „Spell’88“ und dem „Neuen Chor Cronenberg“.

Der Abschied der beiden Geistlichen stand natürlich ganz besonders auch unter dem Eindruck der Hochwasser-Katastrophe drei Tage zuvor. Jutta Weigler, die es nach fünfeinhalb Jahren zu einer neuen Pfarrstelle in Leverkusen zieht, dachte an die Opfer: „Wir sind geschockt“, sagte sie, „aber Gott ist trotzdem da!“

Weigler: „Ich werde bestimmt immer mal wieder hier sein – es war schön!“

Da sie in der Nähe zu Cronenberg bleiben wird, versprach Weigler: „Man sieht sich immer zweimal. Ich werde bestimmt immer mal wieder hier sein – es war schön!“ Pfarrer Ceasar verabschiedete sich nach dreieinhalb Jahren aus Cronenberg in Richtung Wiesmoor in die Nähe von Aurich. Dort wird er nicht nur in einer Kirchengemeinde tätig sein, sondern auch experimentell im Kirchenkreis mitwirken. Der Pfarrer stellte das Gleichnis von Kain und Abel in den Mittelpunkt seiner Rede: „Wir dürfen im Angesicht der Klimakatastrophe nicht schweigen. Wir müssen miteinander reden. Wir müssen Flagge zeigen. Gott schuf uns füreinander. Es ist gut, dass du da bist! – Aus Cronenberg kann ich vieles mitnehmen.“

In Vertretung von Superintendentin Ilka Federschmidt sagte Pfarrerin Katharina Pött aus Langerfeld „Adieu“: „Sie haben uns durch die Pandemie geführt und sind für manchen auch zu Engeln geworden“, sagte sie, während Pfarrer Thomas Hoppe für die Gemeinde würdigte: „Ich danke euch für alles, was ihr für uns getan habt.“

Wer wird Nachfolger? Entscheidung am 3. Oktober 2021

Nach Segenswünschen gab es Blumen und auch von manchen Gemeindemitgliedern persönliche Abschiedsgeschenke. Besondere Abschiedsworte fand Quinton Ceasar auch für die CW: „Man sieht sich im Garten!“, meinte er liebevoll doppeldeutig: „Das sagt man so, wenn man sich irgendwann wieder trifft oder im Garten Eden!“, so der scheidende Pfarrer.

Nicht nur „Open Air“, sondern auch „Open End“ klang der Abschied bei Speisen und Getränken mit den Besuchern aus. Ein Teil der hierbei gespendeten Einnahmen geht an die „Hochwasserhilfe Cronenberg“ für die Betroffenen in der Kohlfurth. Wer die Nachfolge übernimmt, steht noch nicht fest. Dieses soll am 3. Oktober 2021 bei einer Gemeindeversammlung bekannt gegeben werden. Die Zwischenzeit wird mithilfe eines Interimspfarrers „überbrückt“.