06.12.2023, 16.48 Uhr   |   Marion Heidenreich   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

RGZV-Schau: Freude über Restart und Sorgen wegen Geflügelpest

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Mit Wuppertals 2. Bürgermeister Rainer Spiecker (CDU, 3.v.l.), Cronenbergs Bezirksbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD, 2.v.r.) sowie Alexej Hundt (re.) und Michael-Georg von Wenczowsky (li.) von der CDU Cronenberg konnten die Dörper Rassegeflügelzüchter auch viel Politik-Besuch bei ihrer Jahresschau begrüßen. | Foto: Marion Heidenreich

Die Freude war groß, dass der Rassegeflügelzuchtverein (RGZV) Cronenberg e.V. nach der Corona-Zwangspause wieder zur Vereinsschau ins Siedlerheim Wilhelmring einladen konnte. Und obwohl die Gefügel-Haltung seit Jahren einen Aufschwung erlebt, drohen doch auch dunkle Wolken über den Liebhabern des edlen „Federviehs“: Die grassierende Geflügelpest bedeutet für die Rassegeflügelzucht nicht nur abgesagte Schauen, sondern bedroht auch die Arterhaltung vom Aussterben bedrohter alter Rassen. RGZV-Vorsitzender Reiner Backhaus bat denn auch die anwesenden politischen Vertreter um Unterstützung bei dem Kampf gegen die Geflügelpest.

Unterstützung von Politik

Wuppertals 2. Bürgermeister Rainer Spiecker versicherte, dass „die Problematik“ längst auf dem Plan des Veterinäramtes“ stehe. Gleichfalls würdigte Spiecker auch das ehrenamtliche Engagement des Rassegeflügelvereins.In Zusammenarbeit mit dem Bergischen Veterinäramt habe er auch für Nicht-Vereinsmitglieder sogar überregional Impfungen gegen die hochansteckende „Newcastle Disease“ ermöglicht. „Zeigen Sie den Menschen, was für ein tolles Hobby Sie haben“, forderte der Bürgermeister zum Weitermachen auf. Bezirksbürgermeisterin Miriam Scherff zeigte sich ebenso beeindruckt: „Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass Privatpersonen durch ihre Leidenschaft für Hühner einen erheblichen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.“

Um auf die Thematik der Geflügelpest aufmerksam zu machen, sagte Scherff ihre Unterstützung zu. Gegenüber der CW ließ Scherff wissen, dass sie bereits die EU-Abgeordnete Petra Kammerevert zu einem Austausch mit den Züchtern eingeladen habe. Auch Michael-Georg von Wenczowsky, der Sprecher der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung, fand lobende Worte für den Verein und die private Hühnerhaltung. Augenzwinkernd an diejenigen gewandt, die dörfliche Stille suchen, betonte von Wenczowsky: „Idyllische Ruhe ist, wenn der Hahn kräht.“

Ausgezeichnete Hühner

Aber nicht nur ernste Themen standen am Rassegeflügel-Wochenende auf dem Plan. Die kleinen und großen Besucher konnten rund 16 verschiedene Hühner-Rassen bestaunen und auch einen besonderen Aspekt der Hühner-Haltung kennen lernen: das Huhn als „Therapie-Tier“ in der Arbeit von „Autismus Wuppertal“. Selbstverständlich galt es auch Ausstellungspreise zu vergeben: Mit dem Stadtverbandsehrenpreis und einem der zwei vereinsinternen Preise wurde Lena Marie Schmidt für ihr „Deutsches Zwerglachshuhn“ belohnt. Der zweite Vereinspreis ging an Mirko Schmidt und seine alte Rasse „Westfälischer Totleger.“ Trotz aller Liebe fürs Federvieh, so ließen Timo Schmidt und Tochter Lena Marie wissen, bleibe es doch auch ein Nutztier, das durchaus den Weg in den Kochtopf finde. So sorgte an beiden Tagen auch Hühnersuppe – neben vielerlei anderen Köstlichkeiten – fürs leibliche Wohl der Gästen. Und abschließend konnte auch die alles entscheidende Frage geklärt werden, die auch Bürgermeister Rainer Spiecker umtrieb: „Das Ei war zuerst da und dann das Huhn…!“

Infos & Geflügelpest

Mehr Infos rund ums Huhn gibt es bei den Rassegeflügelzüchtern online unter rassegefluegel-cronenberg.de. Zur Geflügelpest sind mehr Informationen des Veterinäramtes online via solingen.de/inhalt/verzeichnis/product/456 aufrufbar. Der RGZV setzt sich zusammen mit den Dachverbänden für die Zulassung geeigneter Impfstoffe in bezahlbaren Packungsgrößen auch für Kleinstbestände ein.