29.09.2025, 13.24 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Bezirksliga: Rote Karten brachten CSC und Germania aus dem Tritt

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Die Schlüsselszene des Bezirksligaspiels des SSV Germania 1900 gegen FK Jugoslavija: Schiedsrichter Berkan Candan zeigt Eren Özkan die Rote Karte – zum Entsetzen der Germanen… | Foto: Odette Karbach

Fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel, das hört sich kaum positiv an… Und doch konnte der Cronenberger SC (CSC) aus dem 0:1 (0:1) beim SC Reusrath durchaus Motivation ziehen. Erstens waren die Grün-Weißen am vergangenen Donnerstagabend, 25. September, ja schließlich beim noch ungeschlagenen Tabellenführer der Bezirksliga-Gruppe 2 zu Gast. Und, zweitens, verkauften sie sich im Sportpark Reusrath ziemlich teuer: Erst ein Fehler in den CSC-Reihen sorgte für „den Steilpass“ zum Reusrather Tor des Tages – die Mannen von CSC-Trainer Samir El Hajjaj hätten ein Remis durchaus verdient gehabt…!

Die Szene des Abends ereignete sich in der 13. Minute: Nachdem CSC-Keeper Yannik Radojewski drei Minuten zuvor seine Mannen noch vor einem Rückstand bewahrt hatte, musste er nach einem CSC-Ballverlust im Mittelfeld hinter sich greifen. Die Gastgeber nutzten den Fehler eiskalt aus: Flink kombinierten sie sich bis vor den Radojewski-Kasten durch, hier umspielte Reusrath-Goalgetter Biagio Rizzelli den CSC-Keeper und netzte zum 1:0 ein. Positiv: Die Cronenberger steckten den Nackenschlag weg und lieferten dem Liga-Primus weiterhin eine ausgeglichene Partie.

Strittige Rote Karte gegen CSC-Keeper Radojewski

Chancen zum Ausgleich sprangen zwar weniger dabei heraus, allerdings blieb das El Hajjaj-Team bis Mitte des zweiten Durchganges auf Tuchfühlung. In der 78. Minute kam es zur zweiten spielentscheidenden Szene: Schiedsrichter Luis Kleinpeter pfiff einen Abstoß von CSC-Keeper Radojewski zurück. Dem gefiel das nicht – für seine angebliche Schiedsrichter-Beleidigung musste der Cronenberger Torhüter mit glatt Rot vom Platz. Okan Bök ging dafür raus und Kilian Sacher rückte zwischen die Cronenberger Pfosten – bis zum Abpfiff in der 95. Minute gelang es dem Spitzenreiter aber nicht, aus der zahlmäßigen Überlegenheit Kapital zu schlagen.

Sonntag: Tabellendritter Velbert kommt an die Hauptstraße

Durch die knappe Niederlage rutschte der CSC wieder auf den Relegationsplatz 15 ab. Am nächsten Spieltag bekommen es die Dörper mit einem ähnlichen Kaliber zu tun:  Mit der U23 der SSVg Velbert kommt am Sonntag, 5. Oktober, der Tabellendritte an die Hauptstraße. Anpfiff wird um 15 Uhr sein.

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Auch im Germanen-Spiel stellt Rote Karte die Weichen

Auch der SSV Germania 1900 ging am letzten Spieltag als Verlierer vom Platz: Gegen den Fünften FK Jugoslavija kassierten die Freudenberger vor der recht stolzen Zahl von rund 180 Zuschauern eine 1:3-Niederlage (1:0). Die Partie begann vielversprechend für das Team von SSV-Trainer Ünsal Bayzi: Auf Vorlage von Lukas Janz brachte Danylo Plakhin seine Germanen bereits in der 8. Minute in Führung. Auch wenn sich beide Teams im Anschluss eine unterhaltsame Partie lieferten, bis zum Pausenpfiff sprang nicht mehr Zählbares heraus – mit dem 1:0 ging es also in die Kabinen.

Im zweiten Abschnitt leitete dann ein Ex-Germane den Ausgleich ein: Luca Lenz, bis zur Spielzeit 2023/24 in Diensten der Südstädter, legte schön per Absatzkick auf Yassin Bouaasria ab, der den einmal mehr überzeugenden SSV-Keeper Stefan Kroon zum 1:1 überwand. Fünf Minuten später dann der „Gamechanger“: Eren Özkan, der gerade erst vier Minuten zuvor Gelb gesehen hatte, hielt sich bei einem Jugoslavija-Freistoß nicht an den einzuhaltenden Abstand – der Unparteiische Berkan Candan zeigte sich mehr als streng und schickte den Germanen-Akteur in der 64. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Spielertrainer Florim Zerici, der sich zur zweiten Halbzeit selbst eingewechselt hatte, legte dann zur Gäste-Führung auf: Nach einer Zerici-Ecke locht Aleksandar Stanojevic per Kopf zum 1:2 in die Germanen-Maschen ein.

Sonntag: Zu Berghausen nach Langenfeld

Während die Germanen in Unterzahl aufmachten, um wenigstens noch zu einem Punkt zu kommen, machte Jugoslavija drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Sack zu: Erneut auf Zuspiel von Luca Lenz besorgte Stanojevic in der 87. Minute den 1:3-Endstand. Die weiter auf Rang 9 platzierten Freudenberger müssen am Sonntag nach Langenfeld: Um 15.30 Uhr läuft der SSV beim Dreizehnten SSV Berghausen auf.