07.11.2025, 18.29 Uhr | Redaktion | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
1. Mannschaft abgemeldet: SSV macht „Wahnsinn“ nicht mehr mit
Am zehnten Spieltag zurückgezogen: das Kreisliga-A-Team des SSV 07 Sudberg in der Spielzeit 2025/26. | Foto: Odette Karbach
Für den verspäteten Halloween-Schrecken im Wuppertaler Fußball sorgte der SSV 07 Sudberg am Sonntag: Die Schwarz-Blauen, noch ohne Sieg Tabellenletzter der Kreisliga A, traten nicht zum Südhöhenderby bei Jägerhaus-Linde an – nach Stella Azzurra Velbert zuvor meldete auch der SSV seine 1. Mannschaft aus der Liga ab. „Die personelle und sportliche Entwicklung“ habe keine andere Wahl gelassen, ließ SSV-Vize Felix Radeke wissen, dass ein Großteil der Spieler freigestellt worden sei: „Es tut mir von Herzen leid, dass es soweit gekommen ist.“
„Sportlich historischer Tiefpunkt, aber der richtige Weg“
„Mir ist bewusst, dass dies einen historischen Tiefpunkt für den SSV Sudberg bedeutet“, übernahm Radeke als sportlicher Leiter die Verantwortung für die Entwicklung: Er habe das Vorgehen in der Kaderplanung intensiv hinterfragt, aber keinen entscheidenden Fehler finden können. Vielmehr sei sehr viel außerhalb des Einflussbereichs des SSV gegen den Verein gelaufen. Zu der Entscheidung, den Spielern nur noch eine Fahrkostenpauschale zu bezahlen und den „finanziellen Wahnsinn“ andernorts nicht mehr mitzumachen, stehe der Vorstand: Dieser Weg sei mittel- und langfristig der richtige für den Verein von der Riedelstraße.
Teams fast verdoppelt: „Wir sind ein Familienverein…“
Zumal das sportliche Fundament intakt scheint: Mit aktuell rund 580 Mitgliedern und inzwischen 13 Mannschaften erlebt der SSV „vor allem im Jugendbereich einen massiven Zulauf“. Abgesehen von den Teams in den einzelnen Altersklassen: Die brandneue Fußball-Spielgruppe, zwei Mädchen-Mannschaften, die Kickenden Väter oder auch die Sudberger „Walking Deads“ beweisen, dass die Schwarz-Blauen breit aufgestellt sind: „Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, unterstreicht Felix Radeke, „und auch wirtschaftlich stehen wir gut da“. Der bald 120 Jahre alte Klub im Dörper Süden verstehe sich als „Familienverein“: „Wir schicken niemanden weg, wenn bei uns jemand kicken möchte…“
Kreisliga-B-Team: „Das ist jetzt die Mannschaft“
Im Seniorenbereich setzt der SSV nun voll auf seine bisherige 2. Mannschaft, die in der Kreisliga B aktuell auf Platz 5 rangiert: „Das ist jetzt die Mannschaft“, erläutert SSV-Sportchef Radeke, dass aus dem aufgelösten Team ein „kleiner Kern aus Sudberger Jungs, die auch perspektivisch bei uns bleiben möchten“, mit dem B-Kreisliga-Team zusammengeführt werde. Beim Trainerstab ist Kontinuität Trumpf: Coach Sven Kaiser habe „trotz allem“ hervorragende Arbeit geleistet – zusammen mit Dirk Picard als „Co“ werde er der Cheftrainer „der Mannschaft“ sein. Und damit auch an der Bande stehen, wenn der SSV am 27./28. Dezember das 35. Südhöhenturnier veranstaltet.
Sühöhenturnier: SSV-Derbys gegen Zebras und Füchse
Wie die Auslosung am letzten Wochenende ergab, wird es der SSV hier als Kopf der Gruppe 1 mit dem TSV Beyenburg, SSV Bergisch Born, FSV Vohwinkel, TSV Ronsdorf und dem TSV Einigkeit Dornap-Düssel zu tun bekommen. In Gruppe 2 werden in der Alfred-Henckels-Halle der Cronenberger SC, SSV Germania 1900, SC Sonnborn, Jägerhaus-Linde, SC Viktoria Rott und der BV Gräfrath um den Hans-Löhdorf-Gedächtnispokal wetteifern.





