30.12.2025, 19.19 Uhr   |   Marion Heidenreich   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Susanne Probach: Konstante der Heiligabendfeier in der Stadthalle

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Ist seit Jahrzehnten „ein Geschenk“ für andere an Weihnachten: Die Küllenhahnerin Susanne Probach zählt zum festen Organisationsstamm der Heiligabendfeier in der Historischen Stadthalle. | Foto: Marion Heidenreich

Auch heuer war es wieder so: Diakonie, Caritas, CVJM Elberfeld und Stadtsparkasse Wuppertal veranstalten in der Historischen Stadthalle die Heiligabendfeier. Die bundesweit einmalige Feier für Alleinstehende begrüßte am 24. Dezember rund 600 Gäste am Johannisberg. Ins Leben gerufen wurde das hilfreiche Beisammensein bereits 1961 vom CVJM Elberfeld mit dem Ziel, einsamen Menschen ein Weihnachten in Gemeinschaft zu ermöglichen. Seit mehr als 50 Jahren unterstützen Caritas und Diakonie bei Planung, Vorbereitung und Organisation, Solidarität zeigt mit ihrer finanziellen Unterstützung auch die Stadtsparkasse Wuppertal, die in diesem Jahr der Kooperationspartnerschaft beigetreten ist.

Susanne Probach: Seit 25 Jahren eine Konstante

Die Heiligabendfeier ist ausschließlich dem Engagement der Ehrenamtlichen und vieler Spenden zu verdanken. Nur in zwei der Corona-Jahre mussten Alleinstehende auf das beliebte Event verzichten. „Es ist uns ein besonderes Herzensanliegen, für die Menschen etwas Wärme und Nähe zu schaffen – und dafür nicht nur Zeit, sondern auch Geld in die Hand zu nehmen“, sagt Diakoniedirektorin Dr. Sabine Federmann. Unter den mehr als einhundert Ehrenamtlichen, die das besondere Weihnachtsfest alljährlich vorbereiten und am Abend gestalten, ist die Küllenhahnerin Susanne Probach eine Konstante.

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Seit 25 Jahren gehört sie zum Organisations-Team des CVJM. Von 1981 und 1987 hatte sie, als damals noch Hauptamtliche des CVJM, für die Planung und den reibungslosen Festablauf gesorgt. Zusammen mit zwei Vertretern von Diakonie und Caritas sowie zwei Ehrenamtlichen starten für Susanne Probach schon im August die „Weihnachtsfeier-Planungen“, um im Oktober in die heiße Vorbereitungsphase zu gehen. Denn bei der Heiligabendfeier wird nicht nur zusammen gegessen und gesungen, sondern auch ein buntes, abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten – ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal am Heiligen Abend in ganz Deutschland.

„Wuppertal kann stolz darauf sein“

„Den Geist der Weihnacht erleben“, so beschreibt Susanne Probach den Antrieb ihres Engagements: „Die Menschen die Weihnachtsbotschaft auch schmecken zu lassen.“ Mit kleinen Aufmerksamkeiten in Form von bunten Weihnachtstellern und Geschenketüten für jeden Gast, die am Morgen der Feier von rund 60 Helfern in der Stadthalle vorbereitet werden, werde jedem Teilnehmenden Wertschätzung entgegengebracht. 30 festlich gedeckte Tische und einladende Grußworte von Diakonie, Caritas und Stadt, in diesem Jahr durch Wuppertals 3. Bürgermeisterin Dagmar Liste-Frinker, hießen die Menschen zudem willkommen.

Beeindruckend-festliches Bild: der gefüllte prächtige Große Saal der Historischen Stadthalle während der Heiligabendfeier 2023. | Foto: Diakonie Wuppertal

Beeindruckend-festliches Bild: der gefüllte prächtige Große Saal der Historischen Stadthalle während der Heiligabendfeier 2023. | Foto: Diakonie Wuppertal

Gemeinsam die Weihnachtsgeschichte und die Andacht zu hören, bevor es zum „geselligen Teil“ mit Gesang, Mit-Mach-Tänzen und Vorführungen geht, lasse die Einsamkeit ein wenig in Vergessenheit geraten, erläutert Susanne Probach den Geist des Abends: Miteinander ins Gespräch kommen, das „ist etwas, das zu Weihnachten gehört“. Ob dabei Kontakte über Weihnachten hinaus entstehen, weiß die engagierte Küllenhahnerin nicht. Aber: „Wir treffen uns nächstes Jahr wieder an diesem Tisch“, das haben die ehrenamtlichen Gastgeber schon öfter gehört…

Ohne die Feier würde Heiligabend etwas fehlen…

Als überwältigend beschreibt Susanne Probach die Hilfsbereitschaft über die „Festhelfer“ hinaus: Unzählige Wuppertaler Autofahrer bieten alle Jahre wieder nach der Feier den Gästen einen sicheren Heimweg. Für die ehrenamtlichen Gastgeber heißt es dann bis Mitternacht aufräumen – und schon erste Ideen für das nächste Jahr zu sammeln. Denn wer einmal die Feier erleben durfte, den lässt sie nicht mehr los – wie Susanne Probach, für die ohne die Heiligabendfeier etwas fehlen würde an Weihnachten…

Spenden auch weiterhin erbeten
Um alle Kosten abdecken zu können, rufen Diakonie, Caritas und CVJM zu Spenden auf: Finanzielle Beiträge sind auf das Konto der Diakonie Wuppertal gGmbH bei der Stadtsparkasse Wuppertal mit der IBAN DE12 3305 0000 0000 8718 97 willkommen. Stichwort: Heiligabendfeier.