05.01.2026, 13.21 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Hallenstadtmeisterschaft: Enttäuschender Auftritt von Dorper Klubs

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An ihm lag's nicht: CSC-Keeper Yannik Radojewski schmiss sich bei der 37. Wuppertaler Hallenstadtmeisterschaft ins Zeug, konnte aber dennoch nicht verhindern, dass der Cronenberger SC bereits nach der Gruppenphase die Segel strich… | Foto: Odette Karbach

Vor zwei und vor sieben Jahren (Cronenberger SC) beziehungsweise vor sechs Jahren (SSV Germania) noch jeweils Finalist, vor acht beziehungsweise zehn Jahren sogar Sieger (CSC)  – mit Teams aus dem CW-Land war bei der Wuppertaler Hallenstadtmeisterschaft stets zu rechnen. Nicht so in diesem Jahr: Nachdem es bei dem letzten Wuppertaler „Budenzauber“ immerhin noch jeweils fürs Viertelfinale gereicht hatte, mussten der Cronenberger SC und der SSV Germania 1900 am vergangenen Samstag, 3. Januar, bereits nach der Gruppenphase in der Uni-Halle die Segel streichen; der SSV 07 Sudberg hatte nach dem Rückzug seiner 1. Mannschaft aus der Kreisliga A erst gar nicht zum Teilnehmerfeld gezählt…

Das sportlich „überschaubare“ Abschneiden beim Südhöhenturnier (die CW berichtete) setzte sich damit bei der 37. Auflage des Hallenturniers am Uni-Berg fort. Sang- und klanglos verabschiedete sich Germania in der Gruppe C aus dem Turnier: Zwar jeweils knapp, aber in allen ihren drei Vorrundenspielen gingen die Freudenberger als Verlierer vom Platz. Nach dem 1:2 zum Auftakt gegen den SV Heckinghausen zogen die Südstädter mit 0:1 gegen den späteren Halbfinalisten TSV Ronsdorf und abschließend mit 2:3 gegen den TFC Wuppertal den Kürzeren – während alle anderen Gruppengegner je sechs Punkte einstrichen, war für das Team von SSV-Trainer Ünsal Bayzit ohne einen einzigen Punkt bereits nach der Gruppenphase Endstation in der Uni-Halle.

Rosenecker-Hattrick im letzten CSC-Spiel reichte nicht

Ebenfalls als Gruppenletzter verabschiedete sich der Cronenberger SC aus dem Turnier. Zuvor hatten die Grün-Weißen ihren Auftakt mit einem 1:2 gegen den TSV Beyenburg ebenso verpatzt wie das zweite Spiel beim 1:3 gegen FK Jugoslavija. Im letzten Spiel gegen den TSV Fortuna bäumten sich die Cronenberger, allen voran Luis Rosenecker, gegen das vorzeitige Turnier-Aus auf. Obwohl Rosenecker mit drei Treffern maßgeblichen Anteil am 3:3-Unentschieden hatte – das magere Pünktchen reichte nicht zum Weiterkommen, die K.O.-Runden an der Albert-Einstein-Straße gingen damit ohne einen Vertreter von der Dorper Südhöhen über die Bühne.

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Ausrichter FSV Vohwinkel wurde derweil nicht nur für seine organisatorischen Mühen belohnt. Die Füchse bestätigten auch ihren erfolgreichen Auftritt mit dem Turniersieg beim Südhöhenturnier zwischen den Jahren: Mit lupenreiner Weste qualifizierte sich das Team des neuen sportlichen Führungsduos Christian Bialke und Julian Kanschick als Erster der Gruppe A fürs Viertelfinale. Im Gleichschritt marschierte mit dem Wuppertaler SV der ligahöchste Klub bei dem Hallenaufgalopp: Der Regionalligist zog mit ebenfalls drei Siegen überlegen in die K.O.-Runde ein, um dann mit einem 5:2 gegen Viktoria Rott das Halbfinaltickt zu lösen.

Vohwinkel trumpft auch in der Uni-Halle auf

Den Rot-Blauen folgten Gastgeber Vohwinkel, der den SV Heckinghausen mit 2:1 ausschaltete, sowie der SC Sonnborn (3:1 gegen FK Jugoslavija) und der TSV Ronsdorf, welcher mit einem 7:1 gegen Fortuna ein echtes Ausrufezeichen setzte. Die Zebras bestätigten ihren guten Auftritt dann auch im Halbfinale gegen den WSV, mussten sich dennoch knapp mit 0:1 dem Turnierfavoriten geschlagen geben. Ausrichter Vohwinkel indes schoss im Stadtteilderby den SC Sonnborn mit 7:0 aus der Uni-Halle und sich ins Wunschfinale gegen den WSV. Bis zum 0:1 zur Halbzeit des Endspiels blieben die Underdogs hier auf Tuchfühlung zum Regionalligisten, in Abschnitt zwei aber schoss sich Rot-Blau doch noch zu einem mit 5:1 standesgemäßen Turniersieg.

Nico Sudano: Ex-Germane bester Turnierspieler

Nicht nur mit dem 5:4-Sieg von Ronsdorf gegen Sonnborn im Kleinen Endspiel gab es aus Südhöhen-Sicht doch noch etwas Grund zur Freude in der Uni-Halle. Mit Vohwinkel-Kapitän Nico Sudano wurde auch ein ehemaliger Spieler des SSV Germania zum besten Spieler des Turniers gekürt. Aus Südhöhen-Sicht sollte zudem versöhnlich stimmen, dass sowohl CSC wie auch Germania keineswegs in Bestbesetzung aufliefen und die Hallenstadtmeisterschaft zwar ein prestigeträchtiges Intermezzo während der Winterpause ist, aber weniger von sportlicher Bedeutung für den Jahresstart in den Ligen. Die Quintessenz aus Südhöhenturnier und Hallenstadtmeisterschaft aber dennoch: Die Bedeutung der Dorper Klubs für den Wuppertaler Hallenfußball scheint aktuell „von gestern“…