20.01.2026, 11.45 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

ver.di-Warnstreik: Kiesbergtunnel zu – aber Burgholztunnel auf?

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| Symbolfoto: Meinhard Koke

Das dürfte für massive Verkehrsprobleme auch von und ins CW-Land sorgen…! Der Kiesbergtunnel soll am heutigen Dienstag-Nachmittag, 20. Januar, ab etwa 16 Uhr geschlossen sein. Grund ist der Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di: Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst ruft ver.di unter anderem auch Mitarbeitende der Autobahn GmbH sowie des Landesbetriebs Straßen.NRW zum Warnstreik auf.

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Da das auch für die Beschäftigten in den Tunnel-Leitzentralen gilt, müssen alle überwachungspflichtigen Straßentunnel über 400 Meter Länge gesperrt werden. Entsprechend sollen 14 von 28 Landestunnel von dem ver.di-Ausstand betroffen sein, darunter in beiden Fahrtrichtungen eben auch der Kiesbergtunnel (L70). Die Meldungen dazu sind widersprüchlich, laut aktuellem Stand des Landesbetriebs Straßen.NRW soll der Burgholztunnel (L418) indes nicht von dem ver.di-Streik betroffen sein. Das Ende des Streiks soll am morgigen Mittwoch gegen 16 Uhr sein. Autofahrenden ist empfohlen, sich über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und – wenn möglich – auf alternative Routen oder Verkehrsmittel auszuweichen.

In den aktuellen Tarifverhandlungen für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder fordert ver.di monatlich sieben Prozent mehr Gehalt beziehungsweise zur Stärkung der unteren Lohngruppen ein Plus von mindestens 300 Euro. ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf die BeamtInnen der Länder sowie die VersorgungsempfängerInnen. Nachdem die zweite Verhandlungsrunde am 16. Januar ergebnislos geblieben war, hatte ver.di NRW eine Ausweitung der Warnstreiks angekündigt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. Februar 2026 in Potsdam angesetzt.